SV Werder Bremen: Florian Kohfeldt schaut sich DFB-Pokal-Finale nicht an

„Es tut noch immer weh“ : Werder-Trainer Kohfeldt schaut sich DFB-Pokal-Finale nicht an

Werder Bremens Trainer Florian Kohfeldt wird sich das DFB-Pokal-Finale zwischen Bayern München und RB Leipzig am Samstag nicht angucken. Die Enttäuschung über das Halbfinalaus gegen den FC Bayern sitzt zu tief.

„Das tue ich mir nicht an“, sagte der Coach des Fußball-Bundesligisten in einem Interview der „Bild“-Zeitung. Die Bremer unterlagen den Bayern im Halbfinale aufgrund eines unberechtigten Elfmeters in der Schlussphase mit 2:3. „Ich werde im Sommer noch viel über dieses Spiel nachdenken. Es tut immer noch weh. Es stand 2:2, aber ich hatte das Gefühl: Da geht was“, meinte Kohfeldt.

Keine Sorgen macht sich der Werder-Coach über die neue Saison ohne Kapitän Max Kruse. „Durch den Abgang von Max können wir uns künftig in der Offensive flexibler aufstellen“, erklärte Kohfeldt. „Er hatte eine herausragende Qualität, aber dadurch haben sich viele Dinge auf ihn konzentriert. Jetzt sind wir nicht mehr in dieser Abhängigkeit.“

Der Coach bestätigte, dass der Club einen neuen Offensivspieler sucht. Zum gehandelten Michael Gregoritsch vom FC Augsburg wollte sich der 36-Jährige jedoch nicht äußern: „Ich rede nicht gerne über Spieler, die bei anderen Vereinen unter Vertrag stehen.“

Zudem stellte Kohfeldt klar, dass es mit ihm keine Trainer-Ära in Bremen wie bei Thomas Schaaf oder Otto Rehhagel (jeweils 14 Jahre) geben wird. „Bislang hatte ich aber immer das Gefühl, dass sich alles wieder auflädt, dass ich wieder in einen guten Energiestatus komme. Ich glaube aber nicht, dass ich diesen Job 10, 15 Jahre am Stück machen kann. Das halte ich für ausgeschlossen“, sagte Kohfeldt dem Onlineportal „deichstube.de“.

(ako/dpa)
Mehr von RP ONLINE