Wolfsburg erreicht mit Sieg bei PFK Olexandrija Zwischenrunde in der Europa League

Durch 1:0 gegen Olexandrija : Wolfsburg erreicht Zwischenrunde in der Europa League

Mission erfüllt: Der VfL Wolfsburg überwintert in der Europa League. Die Wölfe gewannen am 5. Spieltag in Lwiw gegen PFK Olexandrija und können in der Gruppe I nicht mehr von einem der ersten beiden Plätze verdrängt werden.

Wout Weghort riss im Regen von Lwiw erleichtert beide Hände in die Luft, Trainer Oliver Glasner klatschte zufrieden mit jedem seiner Spieler ab - der VfL Wolfsburg hat seine Mission erfüllt und überwintert in der Europa League. Dank des sicher verwandelten Foulelfmeters von Topstürmer Weghorst (45.+1) gewannen die Wölfe ohne Glanz verdient mit 1:0 (1:0) bei PFK Olexandrija, und parallel kam AS St. Etienne gegen KAA Gent nicht über ein 0:0 hinaus - so erreichten die Niedersachsen vorzeitig die K.o-Phase. Allerdings hatte Wolfsburg überraschend viel Mühe mit Olexandrija.

"Wir sind sehr froh. Es war kein einfaches Spiel", sagte Weghorst, der Held des Abends. Und Kapitän Joshua Guilavogui meinte: "Das war ein harter Kampf für uns - aber wir haben es geschafft. Es war vor der Saison ganz klar unser Ziel, uns für die K.o.-Phase zu qualifizieren. Das haben wir geschafft."

Die Art und Weise interessierte den Franzosen herzlich wenig. "Für uns ist es scheißegal, wie wir gewinnen. Hauptsache ist, dass wir gewinnen", sagte Guilavogui: "Wir sind nicht der FC Bayern und können nicht jedes Spiel mit 4:0 gewinnen."

Glasner war schon vor der Partie klar, dass auf sein Team eine knifflige Aufgabe warten würde. "Wir müssen unsere Hausaufgaben erledigen. Hier einen Auswärtssieg zu holen, wird schwierig genug", hatte der Österreicher vor der Partie gesagt.

Sein Team tat sich denn auch über weite Strecken sehr schwer, obwohl Guilavogui trotz Knieproblemen von Beginn an spielen konnte. Doch im strömenden Regen hatte Wolfsburg vor nur 7118 Zuschauern lange Probleme mit den aggressiven Ukrainern - nach 19 Minuten musste Torwart Koen Casteels gegen Dimitri Schastal retten.

Zwar kam Wolfsburg durch Weghorst (13.) und einen Kopfball von Marcel Tisserand (24.) auch zu Möglichkeiten, von dem beschworenen neuen Selbstvertrauen durch das 2:0 zuletzt gegen Eintracht Frankfurt nach zuvor sieben Spielen ohne Sieg war beim Werksklub aber kaum etwas zu spüren. Mühsam erarbeiteten sich die Wölfe zwar mehr Spielkontrolle, es fehlten in der Offensive aber die Ideen.

Folgerichtig fiel der Führungstreffer durch eine Standardsituation. Kurz vor der Halbzeit brachte Denis Bezborodko Weghorst im Strafraum zu Fall, der Gefoulte trat selbst zum Strafstoß an und verwandelte sicher. Für den Niederländer war es bereits der zehnte Pflichtspieltreffer in dieser Saison.

Mit dem 1:0 im Rücken zeigte Wolfsburg in Lwiw, das mehrere hundert Kilometer von Olexandrija mit seinem international unzureichenden Stadion entfernt liegt, mehr Schwung. Und die "Hausherren" mussten wohl auch ihrem hohen Anfangstempo ein bisschen Tribut zollen. Jerome Roussillon (56.) und William (58.) kamen zu Abschlüssen, doch auf der Gegenseite präsentierte sich die Defensive der Gäste auch immer wieder wacklig. So zwang Dimitri Gretschischkin (67.) Casteels erneut zu einer Parade. Bis zum Schluss blieb Olexandrija gefährlich, so dass die Wölfe sich auch ein wenig in die K.o.-Phase zitterten.

Statistik:

Olexandrija: Pankiw - Paschajew, Babohlo, Dubra, Miroschnytschenko - Banada, Saporoschan, Gretschyschkin - Lutschkjewitsch (86. Saderaka), Kowalets (39. Besborodko), Schastal (55. Tretjakow). - Trainer: Scharan

Wolfsburg: Casteels - Tisserand, Bruma, Brooks - William (90.+1 Mbabu), Guilavogui, Arnold, Roussillon - Joao Victor (61. Steffen), Weghorst, Mehmedi (80. Klaus). - Trainer: Glasner

Schiedsrichter: Manuel Schüttengruber

Tor: 0:1 Weghorst (45.+1, Foulelfmeter)

Zuschauer: 7118

Beste Spieler: Gretschyschkin, Miroschnytschenko - Arnold, Weghorst

Gelbe Karten: Dubra (2), Besborodko - Bruma (2), Roussillon, William (2)

Torschüsse: 10:13

Ecken: 2:5

Ballbesitz: 43:57 %

Zweikämpfe: 89:107

(sid/old)