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VfB Stuttgart: Trennung auf Schwäbisch

Veh tritt als VfB-Trainer zurück : Trennung auf Schwäbisch

Man hat sich an die üblichen Mechanismen der Branche doch so schön gewöhnt. Krise, Vertrauensbeweis, Krise, Fanproteste, Rücktritt. Egal von wem. Hauptsache, einer muss seinen Hut nehmen. In Stuttgart ist vieles so wie immer gelaufen – mit einem entscheidenden Unterschied: Einer der Protagonisten ist freiwillig gegangen.

Man hat sich an die üblichen Mechanismen der Branche doch so schön gewöhnt. Krise, Vertrauensbeweis, Krise, Fanproteste, Rücktritt. Egal von wem. Hauptsache, einer muss seinen Hut nehmen. In Stuttgart ist vieles so wie immer gelaufen — mit einem entscheidenden Unterschied: Einer der Protagonisten ist freiwillig gegangen.

Armin Veh, Meistermacher von 2007, sieht sich nicht mehr in der Lage, das Ruder bei den Schwaben herumzureißen. Man mag das als Eingeständnis seiner Ratlosigkeit werten — oder einfach als einen Schritt mit viel Stil. Er kann den Verein durch die Vordertür verlassen.

Der nette Herr Veh, ein Charmeur, hat die Situation im Ländle falsch eingeschätzt. Er dachte, mit ein, zwei flotten Sprüchen ließen sich die Probleme regeln. In Stuttgart liegt so viel im Argen, dass auch nicht das süßeste Säuseln irgendetwas bringt.

Der VfB sucht nun nicht mehr und nicht weniger als einen Retter. Um eine langfristige Vision geht es lange nicht mehr. Die ist beim sportlichen Überlebenskampf auf der Strecke geblieben.

(gic)