VfB Stuttgart: Mario Gomez ist wegen des Videobeweises außer sich

„Ein Witz“ und „einfach Bullshit“ : Mario Gomez wegen Videobeweis außer sich

Erneut wird ein Tor von Ex-Nationalstürmer Gomez nach Videobeweis nicht gegeben. Der Spieler ist stinksauer - räumt aber auch ein, dass der VfB Stuttgart angesichts der zahlreichen Chancen auch so beim SV Darmstadt 98 hätte gewinnen müssen.

„Ein Witz“, „einfach Bullshit“ und schlichtweg „bescheuert“ - Mario Gomez war nach dem 1:1 gegen den SV Darmstadt außer sich. Der Grund für den Zorn des ehemaligen Nationalstürmers in Diensten des Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart: In der 66. Minute wurde sein Tor nach Videobeweis wegen einer hauchdünnen Abseitsstellung nicht gegeben. Es war bereits der fünfte Gomez-Treffer, der in den vergangenen drei Spielen vom Videoassistenten (VAR) zurückgenommen wurde.

„Die Leute kommen ins Stadion, weil sie Tore sehen wollen. Und wenn wir jedes Mal wegen zwei Zentimetern zurückpfeifen - das ist ein Witz“, schimpfte der aufgebrachte Gomez beim TV-Sender Sky. Derzeit liege einfach so viel Druck „auf diesem bescheuerten Videobeweis“. Allerdings hatte in diesem Fall bereits der Linienrichter die Fahne gehoben und auf Abseits entschieden, der Videoassistent hatte dessen Entscheidung schließlich bestätigt.

Wenn es keinen Videobeweis gäbe, dann wäre das für ihn in Ordnung, denn dann würden sich die Entscheidungen für und gegen die Stürmer ausgleichen, sagte Gomez. Aber mit der jetzigen Situation könne er sich nicht abfinden: „Das ist einfach so ein Bullshit!“

Und in seiner Wut legte er nochmals nach, spekulierte gar über persönliche Hintergründe: „Vielleicht ist das ja jetzt die Quittung der Schiedsrichter, die da im Keller sitzen, dafür, dass ich ihnen 20 Jahre auf die Eier gegangen bin“, sagte Gomez. „Ich bin froh, dass das für mich nicht mehr fünf Jahre weitergeht, weil das macht so keinen Spaß“, fügte der 34-Jährige konsterniert an.

Hätte der Treffer gezählt und Stuttgart gewonnen, wären die Schwaben zum Abschluss der Hinrunde noch auf Aufstiegsrang zwei gesprungen. So muss sich der Bundesliga-Absteiger mit Relegationsplatz drei begnügen.

Doch allein am Videobeweis lag es nicht, dass der VfB sich mit einem Punkt begnügen musste. „Wir waren auch nicht mehr so kompromisslos vor dem gegnerischen Tor, wie wir uns das gewünscht hätten“, sagte Trainer Tim Walter mit Blick auf die zahlreichen ausgelassenen Torgelegenheiten im zweiten Durchgang. „Was fehlt, ist am Ende der Ertrag.“

Und auch der verhinderte Torschütze Gomez räumte ein: „Wir hätten das Spiel dennoch gewinnen können oder gar müssen, mit den Chancen, die wir hatten.“

(pabie/dpa)