VfB Stuttgart. Guido Buchwald tritt als Aufsichtsrat zurück

„Wollten mir Schuld in die Schuhe schieben“ : Guido Buchwald schmeißt beim VfB Stuttgart hin

Nach einer schlaflosen Nacht hat sich Guido Buchwald dazu entschlossen, all seine Ämter beim VfB Stuttgart niederzulegen. Der nun ehemalige Aufsichtsrat spricht von einem gestörten Vertrauensverhältnis.

Fußball-Weltmeister Guido Buchwald kehrt dem VfB Stuttgart den Rücken. „Nach reiflicher Überlegung und einer Nacht ohne Schlaf habe ich entschieden, von meinen Ämtern als Aufsichtsrat der VfB Stuttgart AG und Botschafter des VfB Stuttgart eV mit sofortiger Wirkung zurückzutreten“, teilte Buchwald am Montag in einer persönlichen Erklärung mit. Als Grund nannte er ein gestörtes Vertrauensverhältnis zu seinen Kollegen im Aufsichtsrat. „Der VfB lag und liegt mir immer am Herzen, und deshalb ist mir der Entschluss auch nicht leicht gefallen“, schrieb der 58-Jährige.

Nach dem 2:2 gegen den SC Freiburg habe es Vorwürfe gegeben, und es sei versucht worden „mir die Schuld an der Situation, in der die Mannschaft steckt, in die Schuhe zu schieben. Deshalb kann ich mein Amt auch nicht mehr konstruktiv ausüben bzw. so ausfüllen, wie ich mir das vorstelle“. VfB-Ehrenspielführer Buchwald schrieb, er hätte gerne versucht „meinen Teil dazu beizutragen, um dem Verein in dieser kritischen Phase zu helfen. Aber die jetzt entstandene Situation lässt mir keine andere Möglichkeit.“

Der Aufsichtsrat des VfB hat den Rücktritt von Guido Buchwald „zur Kenntnis“ genommen und „muss diese Entscheidung akzeptieren“. In einer knappen, fünfzeiligen Stellungnahme auf der Homepage des Fußball-Bundesligisten hieß es am Montagabend zudem: „Wir bedauern diese Entwicklung sehr, da wir fest davon ausgegangen sind, dass mit der Erklärung von Guido Buchwald vom 4. Dezember 2018 die Grundlage für eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit gelegt wurde.“

Der VfB Stuttgart steht in der Fußball-Bundesliga auf Platz 16 und ist vom Abstieg bedroht. Buchwald hatte im November mit Kritik an Sportvorstand Michael Reschke für Aufsehen gesorgt.

(dpa)
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