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Bundesliga: Union-Fans feuern Mannschaft mit Abstand vor dem Stadion an

Mit Abstand vor dem Stadion : Union bekommt Fan-Unterstützung aus dem Wald

Während der Bundesliga-Partie von Union Berlin gegen Schalke 04 am Sonntag haben sich etwa 30 Fans des Aufsteigers in unmittelbarer Nähe des Stadions An der Alten Försterei versammelt. Die Rufe und Gesänge der Union-Anhänger aus dem Wald waren im leeren Stadion deutlich zu hören.

Nach der Bundesliga-Partie des 1. FC Union gegen Schalke 04 (1:1) am Sonntag haben sich mehrere Berliner Spieler von etwa 30 vor dem Stadion singenden Fans feiern lassen. Während der gesamten Partie hatten die Anhänger des Aufsteigers in unmittelbarer Nähe des Stadions An der Alten Försterei Gesänge angestimmt. Die Rufe aus dem Wald waren im leeren Stadion deutlich zu hören.

Nach dem Schlusspfiff skandierten die Fans: „Wir wollen die Mannschaft sehen“. Torwart Rafal Gikiewicz sowie mehrere seiner Kollegen gingen daraufhin vom Rasen zu einem Zaun, der die Arena begrenzt, kletterten auf Holztische und ließen sich kurz von den begeisterten Fans hinter dem mit Union-Plakaten zugehängten Zaun feiern. „Wir haben uns auf die Bänke gestellt und hatten Sichtkontakt. Das ist natürlich überragend und in der Zeit mal richtig schön“, sagte Unions Torschütze Robert Andrich. Schon bei seinem Führungstreffer (11. Minute) war Jubel aufgebrandet.

Die Berliner Polizei war mit zwei Mannschaftswagen vor Ort, sah aber keinen Grund zum Eingreifen. Die Fußballfans standen in Kleingruppen beieinander und hielten Abstand.

Nach der aktuellen Verordnung über erforderliche Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Berlin ist die Zusammenkunft von Gruppen für bis zu fünf Personen aus mehreren Haushalten im öffentlichen Raum mit Abstand gestattet.

Menschenansammlungen vor den Stadien sollen während des Sonderspielbetriebs eigentlich in jedem Fall vermieden werden. Die Ansetzung von Geisterspielen war erste Bedingung für die Wiederaufnahme der Bundesliga während der Corona-Pandemie.

(pabie/dpa)