2. Bundesliga: Union Berlin so gut wie fix in der Aufstiegs-Relegation

Magdeburg steigt ab : Union Berlin hat Relegation so gut wie sicher

Union Berlin darf weiter von der ersten Bundesliga-Teilnahme in der Geschichte träumen. Die Köpenicker gewannen 3:0 gegen Absteiger Magdeburg und kann sich am letzten Spieltag sogar noch den direkten Aufstieg sichern.

Union Berlin hat dank einer starken Vorstellung den ersten Aufstieg in die Fußball-Bundesliga fest im Blick. Die Köpenicker gewannen am 33. Spieltag der 2. Liga zu Hause gegen den 1. FC Magdeburg 3:0 (2:0), haben die Relegation so gut wie sicher und können am letzten Spieltag im Fernduell mit Paderborn noch den direkten Aufstieg sichern. Magdeburg ist indes in die 3. Liga abgestiegen.

Vor 22.012 Zuschauern im ausverkauften Stadion an der Alten Försterei erzielten Grischa Prömel (8.) und Sebastian Polter (31., 90+6)) die Tore für die klar überlegenen Eisernen, die als fünfte Mannschaft aus der ehemaligen DDR in die Bundesliga aufsteigen können. Am letzten Spieltag tritt das Team von Trainer Urs Fischer beim VfL Bochum an.

Der 1. FC Magdeburg muss nach nur einem Jahr wieder den Weg in die 3. Liga antreten. Der einzige DDR-Europapokalsieger kann durch den Sieg des FC Ingolstadt gegen Darmstadt 98 Platz 16 nicht mehr erreichen. Für die Mannschaft von Trainer Michael Oenning ist damit die Partie am letzten Spieltag gegen Aufsteiger 1. FC Köln bedeutungslos.

Wütende Magdeburger Fans machten ihrem Frust kurz vor Schluss Luft. Sie schmissen Stangen in den benachbarten Unioner Fanblock und versuchten den Zaun zu zerstören. Die Partie musste fast zehn Minuten unterbrochen werden. Schon zuvor waren die Gäste-Anhänger mit reichlich abgebrannter Pyrotechnik unangenehm aufgefallen. Es droht eine empfindliche Strafe.

Union zeigte nach dem enttäuschenden 1:2 in der Vorwoche bei Darmstadt 98 endlich die nötige Entschlossenheit und lief von Beginn das Magdeburger Tor an. Die Gäste kamen kaum zum Luftholen. In der 8. Minute schlug es erstmals im Tor von Magdeburgs Keeper Giorgi Loria ein. Auch im Anschluss setzten die bissigen und leidenschaftlichen Hausherren ihren Einbahnstraßenfußball fort.

Magdeburg fiel angesichts des großen Drucks von Union nicht viel ein. Ex-Bundesligaprofi Jan Kirchhoff (Muskelfaserriss) und der Franzose Charles-Elie Laprevotte (Bänderriss) wurden schmerzlich vermisst.

Bitter für Magdeburg: Im vergangenen Jahr waren die Elbe-Städter erstmals seit der Wiedervereinigung aufgestiegen. Vor der Partie bei Union hatte der Aufsteiger extra noch ein Geheimtrainingslager aufgeschlagen, doch das große Aufbäumen blieb aus.

(eh/sid)
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