TuS Holzhausen/Porta: Verein wirft Spieler nach „Sieg Heil“-Rufen raus

Bei Aufstiegsfeier : Verein aus Porta Westfalica zieht Konsequenzen nach „Sieg Heil“-Rufen

Die „Sieg Heil“-Rufe auf einer Aufstiegsfeier des Tus Holzhausen/Porta haben weitreichende Konsequenzen. Das teilte der Verein mit.

Am Mittwoch tauchte ein Video auf, in dem Spieler des TuS Holzhausen/Porta bei einer Fußball-Aufstiegsfeier im Mai mit „Sieg Heil“-Rufen für einen Eklat sorgten. Das berichtete das „Mindener Tageblatt“, das den rund 13-sekündigen Ausschnitt veröffentlichte. Die Stadt Porta Westfalica wertet das Video als Straftat. Der Staatsschutz ist eingeschaltet und ermittelt.

Mittlerweile hat sich auch der Vorsitzende des Kreisligisten, Matthias Adamkowitsch, gegenüber unserer Redaktion geäußert. Der Klub zieht Konsequenzen: Alle Beteiligten sollen aus dem Verein ausgeschlossen werden.

Die Erklärung des Vereins im Wortlaut:

„Der Vorstand des TuS Holzhausen 1905 hat heute morgen von dem Video erfahren, das bei der Aufstiegsfeier der 1. Mannschaft des TuS Holzhausen aufgenommen wurde. Darin ist zu sehen, wie bei der Aufstiegsfeier im Mai 2019 mehrfach im Chor verbal der Hitlergruß gerufen und die Geste des Grußes angedeutet wurde.

Über diesen Vorfall ist der Vorstand erschüttert und sehr besorgt. Der Vorstand bedauert sehr, dass es zu einem solchen Vorfall kommen konnte. Entsprechend des Ethik-Kodex des Deutschen Fußballverbandes bemühen sich Fußballvereine und -verbände seit Jahrzehnten und bundesweit um Respekt, Toleranz und Integration, auch der TuS Holzhausen 1905. Der Fußball ist ein Sport, in dem alle Nationalitäten vertreten sind, der weltweit kameradschaftlich ausgeübt wird. Ein Verhalten, wie es die beteiligten Personen hier gezeigt haben, steht dem konträr entgegen. Der Hitlergruß steht für Menschenverachtung, für Weltherrschaftsansprüche, für Krieg, Verfolgung und Mord. Das Verhalten der Beteiligten ist nicht akzeptabel und nicht zu entschuldigen. Einstimmig hat der Vorstand deshalb in seiner Sitzung am 04. September beschlossen, dass nach eingehender Prüfung des Sachverhaltes die betreffenden Personen aus dem Verein ausgeschlossen werden und Sportplatzverbot erhalten.“

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