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TSG 1899 Hoffenheim: Ryan Sessegnon rassistisch beleidigt - Klub verurteilt Anfeindungen

Klub verurteilt Anfeindungen : Hoffenheim-Profi Ryan Sessegnon rassistisch beleidigt

Ryan Sessegnon von Bundesligist 1899 Hoffenheim ist in den sozialen Netzwerken rassistisch beleidigt worden. Der 20-Jährige veröffentlichte die geschmacklosen Nachrichten. Sein Verein verurteilte die Anfeidungen.

Der englische Fußball-Profi Ryan Sessegnon ist in sozialen Netzwerken rassistisch beleidigt worden. Der 20-Jähirge, der seit Anfang Oktober 2020 als Leihspieler von Tottenham Hotspur bei der TSG 1899 Hoffenheim unter Vertrag steht, veröffentlichte am Dienstagabend nach der Partie gegen den 1. FC Union Berlin (1:3) in einer Instagram-Story geschmacklose Nachrichten gegen seine Person. Dazu schrieb er: „Wirklich unglaublich. Das Verrückteste ist, dass ich nicht einmal mehr überrascht bin“, dazu nannte er die Aussagen „widerlich“.

Sein Klub TSG 1899 Hoffenheim zeigte sich bestürzt und verurteilte die Angriffe. „Die TSG steht für Toleranz, Integration und Respekt. Wir lehnen jede Form von Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung ab und sagen #NoToRacism!“, schrieb der Bundesligist auf Twitter.

In den zahlreichen Kommentaren unter dem Beitrag des Klubs solidarisierten sich Fans mit dem Verteidiger. „Rassismus geht gar nicht. Wir stehen hinter, Ryan Sessegnon“, schrieb ein User. Eine andere Userin meinte: „Widerwärtig. Nein zu Rassismus. Gruß aus Frankfurt.“ Auch Union Berlin verurteilte die Attacken gegen den Briten. „Was die @tsghoffenheim sagt! Klare Kante gegen Rassismus!“, twitterten die Hauptstädter.

Erst vor wenigen Tagen war Mönchengladbachs Breel Embolo rassistisch beleidigt worden. Auch der Angreifer der Borussen hatte einen Screenshot von einer Instagram-Nachricht veröffentlicht, die er auf der Plattform erhalten hatte. Daraufhin hatte auch sein Klub reagiert und deutlich Stellung bezogen: „Unser Spieler Breel Embolo ist am gestrigen Samstag auf Instagram von einem anonymen User (lenna_rt1904) aufs Übelste rassistisch beleidigt worden. Borussia ist erschüttert und verurteilt solche Anfeindungen aufs Schärfste.“ Der ganze Verein stehe hinter Breel Embolo und allen Borussen sowie allen anderen Fußballspielern, die solche Anfeindungen ertragen müssen.

Dazu postete der Klub ein Bild mit Spielern, Trainern und Betreuern, die auf dem Rasen des Stadions knieten, wie es die amerikanischen NFL-Spieler im Rahmen der „Black Lives Matter“ Bewegung vormachten. Zudem hatte der Bundesligist Konsequenzen angekündigt: „Der VfL setzt alles daran, den Täter, der sein Profil mittlerweile gelöscht hat, gemeinsam mit den zuständigen Behörden zu ermitteln.“

(old)