"Flügelflitzer" Sebescen macht Karriere im Eiltempo: Teamchef Ribbeck berief Wolfsburger in Nationalmannschaftskader

"Flügelflitzer" Sebescen macht Karriere im Eiltempo : Teamchef Ribbeck berief Wolfsburger in Nationalmannschaftskader

Wolfsburg (sid). Der Mann hat s eilig - das wird schnell klar. Als "Flügelflitzer" beim VfL Wolfsburg hat sich Zoltan Sebescen in kürzester Zeit einen Namen gemacht, jetzt wurde er von Teamchef Erich Ribbeck im Eiltempo in den Fußball-Nationalmannschaftskader berufen. "Für mich kommt das wahnsinnig schnell", erklärte der 24-Jährige, den die Einladung zum Länderspiel gegen die Niederlande am Mittwoch (23. Februar) wie der Blitz aus heiterem Himmel traf.

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p class="text"> Mit gerade einmal 412 Minuten Bundesligaerfahrung aus sieben Spielen mit Wolfsburg ist Sebescen in der deutschen Eliteklasse noch ein absolutes "Greenhorn". "Von der Nationalelf habe ich noch gar nicht zu träumen gewagt", so der offensive Mittelfeldspieler. Am vergangenen Samstag hatte er beim 1:1 der "Wölfe" in Rostock erstmals nach einer dreimonatigen Verletzungspause wieder volle 90 Minuten auf dem Platz gestanden und dabei das zweite seiner beiden bisher einzigen Bundesligatore erzielt.

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p class="text"> Begonnen hatte der rasante Aufstieg des gebürtigen Ungarn Anfang Oktober mit der Berufung in die "A 2"-Nationalmannschaft durch DFB-Trainer Horst Hrubesch. Der hatte Sebescen zehn Tage zuvor bei dessen ersten Bundesligaauftritt überhaupt im Hamburger Volksparkstadion gesehen, wo der Debütant beim 2:2 des VfL gegen den HSV einen überzeugenden Einstand feierte.

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p class="text"> Wenig Gelegenheit Zwar hatte der Nobody auch seither nur wenig Gelegenheit, seine Klasse unter Beweis zu stellen, doch bei den vier Einsätzen vor seinem Muskelfaserriss im Uefa-Cup-Spiel gegen Roda Kerkrade war er kaum zu stoppen: Energisch im Antritt, mit Druck nach vorne, kopfball- und zweikampfstark und doch sicher bei der Bewältigung seiner Defensivaufgaben.

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p class="text"> Sein "Entdecker" Wolfgang Wolf, der ihn in der Saison 1996/97 bei den Stuttgarter Kickers schon zum Zweiligaspieler (53 Einsätze in drei Jahren) machte und ihn zu Saisonbeginn für 850.000 Mark nach Wolfsburg holte, sieht bei Sebescen ein "enormes Potenzial". Mit einer Nominierung seines "Ziehsohns" in die Nationalmannschaft hatte allerdings auch der Trainer nicht gerechnet.

Sebescen, der neben dem Fußball einem BWL-Studium nachgeht, bleibt trotz der rasanten Entwicklung bescheiden: "Ich wünsche mir, dass ich meine bisher gezeigten Leistungen auch in Zukunft immer wieder bestätigen kann."

(RPO Archiv)
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