Der VfB hat einen neuen Präsidenten: "Teamchef" Haas mit "Hochkarätern" beim VfB

Der VfB hat einen neuen Präsidenten: "Teamchef" Haas mit "Hochkarätern" beim VfB

Stuttgart (sid). Statt von einem allein entscheidenden Machtmenschen wird der Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart in Zukunft von einem "Teamchef" geführt. Bei der Mitgliederversammlung am Montagabend in der Stuttgarter Liederhalle wurde der 60 Jahre alte Manfred Haas an die Spitze des 7.000 Mitglieder zählenden Vereins gewählt.

Er löst damit den nicht immer unumstrittenen Gerhard Mayer-Vorfelder ab, der über 25 Jahre an der Spitze des Traditionsvereins stand. "In Zukunft wird es keine Alleingänge mehr geben, sondern nur noch einstimmige Entscheidungen der gesamten Führung", kündigte der neue VfB-Boss, der als "harmoniebedürftiger Typ" gilt, bereits vor der Mitgliederversammlung an.

Ihm zur Seite stehen in den hauptamtlichen Vorstandsmitgliedern Karlheinz Förster (Sport) und Hansi Müller (Marketing und Öffentlichkeitsarbeit) zwei Ex-Nationaspieler des Klubs. Vervollständigt wird die Führungsmannschaft von Haas durch den ebenfalls hauptamtlichen Ulrich Ruf (für Finanzen, Recht, Verwaltung und Organisation) und dem ehrenamtlich tätigen Achim Egner, im Hauptberuf als Vorstandsmitglied bei einem VfB-Sponsor (debitel) tätig. Das Quartett wurde auf der Mitgliederversammlung für vier Jahre gewählt.

Mit Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt aus Uhingen bei Göppingen soll im kommenden Frühjahr eine weitere hochkarätige Person aus der Wirtschaft den Vorsitz im Aufsichtsrat des Vereins übernehmen. Der 70 Jahre alte Heinz Bandke wird sich zurückziehen. "Hundt und Egner sind zwei Hochkaräter für den Verein", erklärte Haas im Vorfeld. Im Hauptberuf verdient er seine "Brötchen" bei der Sparkassenversicherung Baden-Württemberg, deren Vorstandsvorsitzender er seit 1989 ist und dabei mehr als 3.100 Mitarbeiter unter sich hat. Bereits ein Jahr früher wurde er Mitglied des Aufsichtsrates beim VfB.

Geboren in Schwäbisch Gmünd jagte der mit Frau Ursula verheiratete Familienvater zweier erwachsener Söhne (Jochen, 32, und Oliver, 27) in der Amateurliga bei Normania Gmünd dem runden Leder nach. Zudem hat der gelernte Bankkaufmann, der in Waldstetten bei Schwäbisch Gmünd wohnt, eine zweite sportliche Leidenschaft: Golf (Handicap 19) und auf die er keinesfalls verzichten will.

(RPO Archiv)
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