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Nationalmannschaftskapitän Bierhoff: Stelle "keine Ansprüche"

Nationalmannschaftskapitän Bierhoff : Stelle "keine Ansprüche"

Hamburg (dpa). Nationalmannschaftskapitän Oliver Bierhoff stellt "keine Ansprüche" auf einen Einsatz am 2. September in Hamburg im ersten Qualifikationsspiel zur Fußball-WM gegen Griechenland. Das bekräftigte der Wahl-Mailänder, der sich bei der Europameisterschaft einen Muskelfaserriss zugezogen hatte, in einem Interview mit der "Welt am Sonntag" und fügte an: "Es ist sicher kein Vorteil, ohne Spielpraxis zur Nationalmannschaft zu stoßen."

Obwohl er wieder fit ist, hatte er am Dienstag im Qualifikationsspiel seines AC Mailand gegen Dinamo Zagreb (3:0/3:1) auf der Bank gesessen. Bierhoff war zuletzt als Kapitän von Teamchef Rudi Völler bestätigt worden, allerdings ohne Stammplatzgaratie. "Ich fahre sicher nicht mit allzu großen Erwartungen nach Hamburg. Wenn ich nicht spiele, ist das keine Enttäuschung", wurde der Nationalspieler zitiert.

Das 4:1 gegen Spanien betrachtete Bierhoff als "Neuanfang", dem aber noch weitere Taten folgen müssten. "Ich glaube, wir sind auf dem richtigen Weg, das, was wir an Rufschädigung des deutschen Fußballs angerichtet haben, wieder gut zu machen. Jeder ist sich bewusst, dass wir es uns nicht erlauben können, die Nationalmannschaft so herunter kommen zu lassen."

Seine eigene Position als Kapitän der Nationalmannschaft hänge von den Verantwortlichen der Nationalmannschaft ab. Bierhoff: "Ein Kapitän braucht die Unterstützung vom Trainergespann. Schwer wird es, wenn man in Frage gestellt wird." Auf die Frage, ob er den AC Mailand, bei dem er noch bis 2002 unter Vertrag steht, vorzeitig verlassen würde, wenn er dauerhaft zum Ersatzspieler degradiert würde, antwortet der Deutsche: "Das würde davon abhängen, wie oft ich nicht spiele." Spätestens nach seiner Karriere plant der ehemalige Torschützenkönig der italienischen Liga die Rückkehr in seine Heimat.

(RPO Archiv)