Stadion am Zoo: Wuppertaler SV will Stadion für 18 Millionen umbauen

Stadion am Zoo: Wuppertaler SV will Stadion für 18 Millionen umbauen

Unter dem Titel "Vision 2020" hat der Bauunternehmer und Investor Thilo Küpper seine Pläne für das Stadion am Zoo präsentiert. Für 18 Millionen Euro soll Viertligist Wuppertaler SV ein echtes Schmuckkästchen bekommen.

Ein riesiges Multifunktionsgebäude ist dort an der Stelle der jetzigen Gegengeraden zu sehen. Erst auf dem zweiten Blick entdeckt man auch die feine, weil transparente Dachkonstruktion, die die bisher offenen drei Seiten der Arena überdecken soll. Auch die Nordtribüne, für die die Initiative "ein Dach für die Nord" seit 2005 für einen entsprechenden Wetterschutz kämpft.

Es ist die Weiterentwicklung eines Gesamtkonzepts für das Stadion, das Hans-Uwe Flunkert, Chef des Gebäudemanagements, schon 2005 erarbeitet hatte. Der soll genau wie Jobcenterchef Thomas Lenz heute wieder mit im Boot sein. "Damals ließen sich leider nur die beiden Stehtribünen an den Stirnflächen realisieren", erzählte Flunkert, der wie Lenz auf die Bühne gerufen wurde. Bekanntlich hatte der damalige Präsident Friedhelm Runge mit der Gegengeraden Großes vor, wollte sie mit Hilfe des Duisburger Bauunternehmers Walter Hellmich ausbauen, scheiterte aber an der Vermarktung.

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Nun soll es im Zusammenwirken von Investor Küpper und der Stadt klappen. Die Stadt würde auf Küppers Kosten in einer Qualifizierungsmaßnahme wie 2005 zunächst die Gegengerade und die Ecken ausbauen. Weil alles näher ans Spielfeld heranrückt, entstünde dahinter Platz für das Multifunktionsgebäude, in dem Küpper Seminarräume, Ausstellungsflächen und Vip-Logen einrichten will. Die Überdachung aller Stadionseiten soll als Schallschutz dienen, um das Stadioninnere nicht nur für den Fußball, sondern verstärkt für andere Veranstaltungen nutzen zu können.

So könnte das Stadion am Zoo nach den Vorstellungen von Investor Thilo Küpper und Architekt Antonio Quintiliani aussehen. Foto: Gerhard Bartsch

Küpper selbst nannte 18 Millionen Euro als Investitionssumme für das Projekt, das am Morgen bereits von Oberbürgermeister Andreas Mucke den Medien vorgestellt worden war. "Im Augenblick ist es noch eine Idee mit vielen offenen Fragen, aber wenn alles klappt, wird es ein Leuchtturm für Wuppertal", hieß es. Für den ersten Teil könnte die Baugenehmigung von damals verwendet werden. Das Investorengebäude wäre der zweite Schritt. Und wie lange könnte es bis zu einer Fertigstellung dauern? Auf der Präsentation zumindest steht "Vision 2020".

(RP)