Am 9. Mai Premiere von "nullvier - an Gott kommt keiner vorbei": Schalke jetzt als Musical

Am 9. Mai Premiere von "nullvier - an Gott kommt keiner vorbei": Schalke jetzt als Musical

Gelsenkirchen (rpo). Wer sonst als Schalke-Manager Rudi Assauer hätte sich das ausdenken können? Am 9. Mai wird in Gelsenkirchen zum hundertjährigen Bestehen des Traditionsclubs das Musical "nullvier - an Gott kommt keiner vorbei" uraufgeführt.

<

p class="text"><P>Gelsenkirchen (rpo). Wer sonst als Schalke-Manager Rudi Assauer hätte sich das ausdenken können? Am 9. Mai wird in Gelsenkirchen zum hundertjährigen Bestehen des Traditionsclubs das Musical "nullvier - an Gott kommt keiner vorbei" uraufgeführt.

<

p class="text">Als Rudi Assauer zum ersten Mal von seiner Idee erzählte, schüttelten die Vorstandskollegen von Schalke 04 die Köpfe. "Einige haben mich für bekloppt erklärt. Aber das war ja nicht das erste Mal", erinnert sich der Manager des Fußball-Bundesligisten. Jetzt ist aus der Idee ein Projekt geworden, das im deutschen Fußball einzigartig ist: Der Traditionsverein feiert sein 100-jähriges Bestehen mit einem eigenen Musical.

<

p class="text">"Mir ist nicht bekannt, dass es weltweit einen Verein gibt, über den ein Musical geschrieben wurde. Darauf ist noch keiner gekommen. Deshalb sind wir stolz, dass wir die ersten sind", sagt Assauer. Dass der Klub in seinem Jubiläumsjahr für dieses kulturelle Highlight tief in die Tasche greifen muss, nimmt der bekennende Schlager-Fan in Kauf: "Es geht dabei nicht um wirtschaftlichen Erfolg."

<

p class="text">In Dortmund wohl keine Aufführung

<

p class="text">Die Skepsis seiner Vorstandskollegen ist mittlerweile gewichen. "Wir sind gespannt, was dabei herausgekommen ist", sagt Präsident Gerd Rehberg. Bis zum 9. Mai müssen Assauer und Co. allerdings noch warten, denn dann wird das königsblaue Musical "nullvier - an Gott kommt keiner vorbei" im renommierten Gelsenkirchener Musiktheater im Revier (MiR) uraufgeführt, 26 weitere Vorstellungen bis zum 10. Juli folgen - Fortsetzung bei entsprechendem Erfolg nicht ausgeschlossen. "Nur in Dortmund wird es wohl nicht gespielt", mutmaßt MiR-Geschäftsführer Peter Neubauer.

<

p class="text">Die Produktion, an der insgesamt 100 Künstler beteiligt sind, will nicht die komplette Vereinsgeschichte des siebenmaligen deutschen Meisters mit allen Höhen und Tiefen aufbereiten. "Wir erzählen eine fiktive Geschichte, die eng mit Gelsenkirchen, Schalke, dem Fußball und dem Klub verbunden ist", sagt Generalintendant Peter Theiler.

<

p class="text">Ruhrpottmärchen

<

p class="text">Das Musical führt zurück in die 80er Jahre, auf den Schalker Markt, die Geburtsstätte des Klubs. Die Fans werden auf eine harte Probe gestellt. Nach dem vorletzten Spieltag der Saison scheint der Abstieg unausweichlich, der Mythos Schalke wankt. Ausgerechnet ein Nachwuchstalent aus der Schalker Nachbarschaft soll den Verein im letzten und entscheidenden Spiel retten. Und natürlich spielt, wie der Titel vermuten lässt, Gott höchstpersönlich mit.

<

p class="text">Ein Ruhrpottmärchen, herzlich, direkt und humorvoll, so wie das Revier und seine Menschen selbst, versprechen die Macher, ein Musical, das mit viel Witz und Tempo die Leidenschaft und den Mythos rund um Schalke 04 in Szene setzt. Mit der Musik und den Rhythmen der 80er - Rock, Pop und Disco.

<

p class="text">Bisher Platz für 27.000

<

p class="text">Komponiert hat "nullvier" Enjott Schneider, der nicht nur mit Opern und Orchestermusik, sondern auch mit Filmmusik zu Kino- und TV-Produktionen (u.a. "Tatort") einen Namen gemacht hat. Das Libretto stammt von Michael Klaus, unter anderem "Schimanski"-Drehbuchautor, die Songtexte hat Bernd Matzkowski, Sohn des früheren Schalker Lizenzspielers Paul Matzkowski und Dauergast in der Nordkurve, geschrieben.

Kurz haben Assauer und seine Kollegen auch darüber nachgedacht, das ehrgeizige Projekt in ihrer sportlichen Heimat, der Arena AufSchalke, aufzuführen - vor 50.000 Zuschauern. "Das hätte die unsere Möglichkeiten aber überstiegen", sagt Theater-Geschäftsführer Neubauer. So wird Assauers "bekloppte" Idee in kleinerem Rahmen Wirklichkeit - insgesamt können immerhin 27.000 Zuschauer die Vorstellungen besuchen.

Mehr von RP ONLINE