1. Sport
  2. Fußball

RWE entlässt Christian Neidhart: Kurz vor Ende der Saison muss der Trainer gehen

Paukenschlag bei Regionalligist : RWE trennt sich von Trainer Christian Neidhart

Überraschung im Aufstiegskampf: Zwei Spieltage vor dem Ende der Saison in der Regionalliga West hat sich Rot-Weiss Essen von seinem Coach Christian Neidhart getrennt. Er trainierte die Mannschaft seit Juli 2020. Was die Beweggründe sind und wer Nachfolger wird.

Aus im Pokal. Aufstieg in die 3. Liga fast verspielt. Regionalligist Rot-Weiss Essen hat sich zwei Spieltage vor dem Saisonende mit sofortiger Wirkung von Cheftrainer Christian Neidhart getrennt. Das teilte der Traditionsklub am Donnerstag mit. Die Entscheidung sei nach „intensiver sportlicher Analyse“ gefallen. Der 53-Jährige trainierte die Mannschaft an der Essener Hafenstraße seit Juli 2020. Von 89 Spielen unter seiner Führung konnten 62 Spiele gewonnen werden.

Nach nur drei Siegen aus den letzten fünf Spielen droht Essen erneut den erhofften Aufstieg in die 3. Liga zu verpassen. Der Ruhrgebietsklub hat zwei Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Preußen Münster. „Wir haben uns diese Entscheidung wahrlich nicht leicht gemacht, aber zuletzt ist die totale Überzeugung abhandengekommen, unser Ziel in der bisherigen Konstellation erreichen zu können“, erklärte Marcus Uhlig, Vorstandsvorsitzender von RWE. Auch Sportdirektor Jörn Nowak bedauerte den Schritt. Die letzten Auftritte hätten den Verein jedoch dazu veranlasst, „eine Veränderung vorzunehmen“.

Zuvor hatte Neidhart selbst bereits in einem Interview mit den „Funke Medien“ über seine Freistellung gesprochen.„Ich habe am Donnerstagmorgen einen Anruf erhalten, dass ich um 10 Uhr an die Hafenstraße zu einem Gespräch kommen soll. Dort angekommen, warteten Jörn Nowak und Marcus Uhlig auf mich. Sie haben mir gesagt, dass ich freigestellt sei. Das war's - kurz und schmerzlos“, sagte Neidhart. „Ich habe auch nicht nachgehakt. Warum auch? Die Entscheidung wurde getroffen.“

Am Dienstagabend verpasste Essen mit der Niederlage gegen den Wuppertaler SV seine Teilnahme am Endspiel des Niederrhein-Pokals. Mit einem 1:3 verspielte sich die Mannschaft damit auch den Einzug in den DFB-Pokal, in der Meisterschaft hat sich das Team eine gute Chance auf den Aufstieg in die dritte Liga verspielt. Darüber waren viele Fans sehr enttäuscht, auf Twitter waren Kommentare wie „Die Körpersprache auf dem Platz hat jeglichen Willen vermissen lassen! Wuppertal hatte von Minute 1 an Bock und trat auch dementsprechend auf! Bei euch: NULL!“ oder „Die Einstellung stimmt nicht, liegt auch am Trainer!“ zu lesen.

  • Kreisläufer Marcel Görden steuerte zwei Treffer
    Handball-Regionalliga : Der TV Aldekerk bleibt im Titelrennen
  • Dirk Wolf ist der Trainer des
    Handball-Regionalliga : Dem TVK gehen in Ratingen die Kräfte aus
  • Borussia verlor das Spitzenspiel gegen den
    Borussias Handballer verlieren das Spitzenspiel : Der Aufstieg rückt in weite Ferne

Nachfolger von Neidhart wird bis zum Ende der Saison Sportdirektor Jörn Nowak als Interimstrainer, zudem wird U19-Trainer Vincent Wagner als zusätzlicher Co-Trainer zum Team stoßen. Mit diesem Duo konzentriert sich das Team auf das kommende Spiel am Samstag um 14 Uhr gegen den SV Rödinghausen in Lotte. Bei den Fans bleibt die Hoffnung bestehen, dass der Aufstieg in die dritte Liga mit dem Trainerteam noch möglich ist.

Am letzten Spieltag wartet dann noch Rot Weiss Ahlen auf die Essener. Preußen Münster muss am Freitag noch auswärts gegen Wiedenbrück und danach gegen die U21 des 1. FC Köln spielen. Damit der Aufstieg in die dritte Liga doch noch gelingt, muss Essen möglichst beide Spiele gewinnen, gleichzeitig aber auch auf einen Patzer von Münster hoffen. RWE-Spieler Thomas Eisfeld bleibt optimistisch: „Die Köpfe dürfen wir jetzt aber nicht hängen lassen, unsere volle Konzentration liegt auf Samstag.“