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Robert Lewandowski und der Ballon d'Or: „Er muss das Ding holen - fertig!“

Lewandowski und der Ballon d'Or : „Er muss das Ding holen - fertig!“

Robert Lewandowski will seine unglaubliche Rekord-Saison mit 41 Treffern mit dem traditionsreichen Ballon d'Or krönen. Nicht nur von seinen Vereinskollegen beim FC Bayern München erhält er Unterstützung.

Selbst für den „Kaiser“ gibt es derzeit keinen besseren Fußballer. „Robert Lewandowski muss den Ballon d'Or gewinnen, weil er von allen der Konstanteste im Weltfußball war“, sagte Franz Beckenbauer der „Bild“.

Für den FC Bayern kommt deshalb auch nur einer in Frage, der am Montagabend in Paris den traditionsreichen Ballon d'Or in Empfang nimmt: Robert Lewandowski! „Lewy muss das Ding holen - fertig!“, sagte Teamkollege Thomas Müller vor der Verleihung durch die französische Fachzeitung France Football mit Nachdruck.

Wenn Weltfußballer Lewandowski diesen ehrwürdigen Preis nicht erhalten würde, wäre er „zutiefst enttäuscht“, sagte Vorstandschef Oliver Kahn bereits am Donnerstag.

Zuvor hatte er Lewandowski einmal mehr in allerhöchsten Tönen gelobt, von „Superlativen“ und von einem „Rekord für die Ewigkeit“ geschwärmt. Lewandowski sei schlicht „der beste Stürmer der Welt“. „Ich betone nochmal, dass es kein Spieler mehr verdient als Robert. Das steht außer Frage“, assistierte Trainer Julian Nagelsmann nach dem 1:0 gegen Bielefeld.

Polens Nationaltrainer gafre in eine ähnliche Kerbe geschlagen. „Ich habe keinen Zweifel, dass er auch in diesem Jahr der Beste ist", sagte Paulo Sousa im Gespräch mit dem „kicker“. Für den Portugiesen „wäre es eine große Ungerechtigkeit“, wenn Lewandowski die Auszeichnung nicht erhalten würde. “Robert hat sein hohes Niveau gehalten“, ergänzte Sousa, „nicht nur mit Blick auf die Tore, sondern auch was die Assists angeht.“

Die begehrte Trophäe ging seit 2008 allerdings bis auf eine Ausnahme immer an Cristiano Ronaldo oder Lionel Messi - 2018 gewann Luka Modric. Im vergangenen Jahr wurde der Ballon d'Or aufgrund der Pandemie nicht verliehen.

Für Lewandowski spricht, dass er in der vergangenen Saison den „ewigen“ Bundesliga-Rekord von Gerd Müller übertroffen hat und 41 Saisontore erzielte.

Zudem nannte Nagelsmann die „unfassbare Haltung“ des 33-Jährigen zu seinem Beruf. „Er haut sich immer rein. Wenn er sich zurücklehnt, kommt er wieder hoch und macht einen Sit-up.“

Der Coach wird Lewandowski vor Ort die Daumen drücken, auch Kahn, Sportchef Hasan Salihamidzic und Präsident Hainer haben sich in Paris angekündigt, um ihre Hochachtung auszudrücken.

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„Er hat's absolut verdient“, sagte Müller, „da brauchen wir nicht zu diskutieren. Wenn ich sehe, was er nicht nur uns gibt, sondern auch mit der polnischen Nationalmannschaft macht - das ist deutlich schwieriger als in einem richtigen Topteam.“

Das unterstrich auch der frühere Bundesliga-Profi Artur Wichniarek bei Sky. Der Ballon d'Or wäre „die Krönung seiner sehr starken Leistung“, sagte er und fügte mit einem Schmunzeln an: „Dann muss er uns noch in Katar zum Weltmeister machen und dann kann er aufhören.“

Auch der frühere französische Welt- und Europameister Robert Pires würde sich über Lewandowski als Gewinner freuen. „Ich hoffe sehr, dass Robert Lewandowski diese Ehrung erhält“, sagte der 48-Jährige in einem „Sportbuzzer“-Interview (Montag). „Vom Gesamtpaket her sowie von der Entwicklung und der Treffsicherheit ist Lewandowski einfach der Beste. Wäre er letzte Saison im Viertelfinale der Königsklasse gegen Paris Saint-Germain dabei gewesen und nicht verletzt, dann hätten die Münchner nicht nur das Halbfinale erreicht, sondern sie hätten womöglich ihren Titel verteidigt“, sagte Pires.

(dpa/old)