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RB Leipzig macht Druck auf Timo Werner

Stürmer soll verlängern oder gehen : Leipzig macht Druck auf Timo Werner

RB Leipzig legt sich im Fall Timo Werner fest. Der Nationalspieler wird ohne Verlängerung seines Vertrages keine weitere Saison bei den Sachsen spielen.

Für Timo Werner tickt die Uhr. Sein Arbeitgeber RB Leipzig hat in der Debatte um die Zukunft seines umworbenen Stürmers öffentlich für Klarheit gesorgt. Nur wenn der Nationalspieler seinen 2020 auslaufenden Vertrag beim Fußball-Bundesligisten bis zum Sommer verlängert, darf er beim Bundesligisten bleiben. Ansonsten heißt es Abschied nehmen.

"Wir müssen logischerweise spätestens nach dem Saisonende wissen, wie es weitergeht. Denn natürlich kann sich ein Verein wie wir nicht erlauben, mit Timo Werner in ein letztes Vertragsjahr zu gehen", erklärte Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff im kicker.

Laut Mintzlaff haben die Klubverantwortlichen dies "auch so mit ihm und seinem Berater besprochen". Alle Beteiligten hätten "das gleiche Verständnis". Werners Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2020, danach wäre der Torjäger ablösefrei.

Man darf gespannt sein, wie Werner reagiert. Der 22-Jährige weiß selbst am besten, wie begehrt er ist. Viele europäische Top-Klubs sind angeblich an einer Verpflichtung interessiert, am Dienstag berichtete die spanische Zeitung AS, dass Champions-League-Sieger Real Madrid im Zuge seines personellen Umbruchs über Werner als Alternative zu Karim Benzema nachdenkt.

Und natürlich soll auch Deutschlands Vorzeigeklub Bayern München längst seine Fühler ausgestreckt haben. Für den Sommer plant der Branchenriese bekanntlich eine Transferoffensive. Trainer Niko Kovac ließ passenderweise nach dem 1:0 der Münchner gegen RB Leipzig kurz vor Weihnachten nicht unerwähnt, dass Werner ein Spieler sei, "der sehr gute Fähigkeiten hat."

Auch Werner selbst machte keinen Hehl aus seiner Wertschätzung für die Bayern. "Wenn man bei RB Leipzig spielt und in Deutschland bleiben will, gibt es eigentlich nur einen Verein, zu dem man wechseln kann", sagte der gebürtige Schwabe nach dem Spiel in München.

2016 war Werner für rund zehn Millionen Euro aus Stuttgart gekommen und will seinen Verbleib beim aufstrebenden Sachsen-Klub zumindest nicht ausschließen. "Ich habe hier zweieinhalb sehr schöne Jahre gehabt, natürlich ist RB eine Überlegung", betonte Werner, der in der laufenden Saison elf Ligatore erzielte.

Bei RB haben sie den Kampf um Werner noch nicht aufgeben. Die angestrebte Teilnahme an der Champions League in der kommenden Saison und die Verpflichtung von Julian Nagelsmann als Trainer seien laut Klub-Einschätzung für den Stürmer reizvolle Gründe für einen Verbleib. "Wir spüren, dass unsere Argumente beim Spieler und seinem Berater angekommen sind", sagte Mintzlaff.

In Leipzig verweisen sie mit Stolz zudem auf die gute Entwicklung, die der pfeilschnellen Angreifers nach seinem Wechsel aus Stuttgart genommen hat. Man habe 2016 mit dem VfB zusätzliche Bonuszahlungen vereinbart, verriet Mintzlaff. Für den Fall, dass Werner in der ersten Saison mehr als 15 Tore macht, sich mit RB für die Champions League qualifiziert und Nationalspieler wird. "Alle drei Dinge sind eingetroffen, und wir haben diese Prämien gerne überwiesen", so Mintzlaff.

(sef/sid)