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Fan-Rückkehr in die Bundesliga: Julian Nagelsmann verteidigt Leipziger Pläne

Diskussion um Fan-Rückkehr : RB-Trainer Nagelsmann kontert Söder

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ist vom Vorstoß des Bundesligisten RB Leipzig bei der Zuschauerrückehr nicht begeistert. RB-Trainer Julian Nagelsmann kann die Kritik an den Plänen jedoch nicht nachvollziehen.

„Das ist keine Entscheidung aus dem Bauch heraus, sondern dies ist wissenschaftlich begründet“, sagte Nagelsmann am Freitag in Leipzig. Der Schritt sei unter Berücksichtigung eines Hygienekonzepts und der lokalen Infektionslage erfolgt. RB darf zum Bundesliga-Auftakt gegen den FSV Mainz 05 bis zu 8500 Zuschauer ins Stadion lassen. Söder hatte angemerkt, dass Leipzig damit kein gutes Signal sende.

Nagelsmann warnte davor, aufgrund der unterschiedlichen Gegebenheiten eine Neid-Diskussion zu entfachen. „Als es damals um die Öffnung von Restaurants ging, gab es auch viele Neid-Diskussionen. Das kann ich nicht nachvollziehen. Es ist doch besser, wenn zwei Restaurants offen haben, als wenn keines geöffnet hat“, sagte der 33-Jährige.

Aus der Bundesliga hatte Leipzig Rückendeckung von anderen Klubs erhalten. Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte seinem Leipziger Amtskollegen Oliver Mintzlaff öffentlich gratuliert. Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hatte das Vorgehen als mutigen und besonnenen Schritt gelobt. Dennoch wird ein einheitliches Konzept in der Bundesliga aufgrund der unterschiedlichen Verfügungslagen zum Saisonstart nicht umsetzbar sein.

(dpa/old)