5:1-Erfolg im Freundschaftsspiel gegen den Iran: Polster sagt laut "Servus"

5:1-Erfolg im Freundschaftsspiel gegen den Iran: Polster sagt laut "Servus"

Wien (sid). Toni Polster hat am Freitagabend dem Fußball laut "Servus" gesagt. Mit einem Kurzeinsatz über zwanzig Minuten beim 5:1-Erfolg im Freundschaftsspiel gegen den Iran nahm der Stürmerstar und Rekordnationalspieler seinen offiziellen Abschied von der Fußball-Bühne. Danach heizte er in der Pause gemeinsam mit den "Fabulösen Thekenschlampen" mit seinem Ohrwurm "Toni, lass es polstern" den Fans ein und stellte seinen neuen Hit vor: "Irgendwaun sogt jeda amol Servus".

"Zwanzig Minuten waren genug. Ich wollte nicht die gesamte Teamarbeit ad absurdum führen", meinte Polster nach seinem 95. und letzten Länderspiel, in dem er beinahe sogar noch sein 45. Tor geschossen hätte. 24.000 Zuschauer im Wiener Ernst-Happel-Stadion feierten ihn aber auch ohne einen Treffer mit Standing Ovations, als er den Platz verließ und seine Kapitänsbinde an den Bremer Andreas Herzog übergab. Während der Halbzeitpause drehte Polster eine Ehrenrunde in einem roten Cabrio.

Nach einer langen und erfolgreichen Karriere, die ihn unter anderem nach Italien, Spanien und zu den Bundesligisten 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach geführt hatte, tritt Polster am Montag seinen neuen Job im Management der Borussia an. Ganz lassen kann Toni das "Polstern" allerdings nicht. Als spielender Präsident bei "seinem" Kölner Vorort-Klub SV Weiden, dessen Führung er kurz nach seinem Wechsel an den Rhein übernahm, kickt Europas Torschützenkönig von 1987 künftig in der Kreisliga.

Vor seinem letzten Auftritt für Österreich hatte der 36-Jährige das Silberne Ehrenzeichen für seine Verdienste um die Republik Österreich erhalten, anschließend lief er mit seinen beiden Kindern Anton Jesus und Lisa-Maria ins Stadion ein. "Es war ein schöner Moment, vor all diesen Leuten, natürlich ist man da ein bisschen traurig", sagte der einstige "Alpenbomber".

Die Fans verabschiedeten ihren Toni mit zahlreichen Transparenten: "Toni, wir sind stolz auf dich", "Vielen Dank, Toni" oder "Toni, wir wollen Sex mit dir".

Angesichts des Polster-Abschieds wurde das Spiel fast zur Nebensache. Nach dem frühen Rückstand durch Majidi (6.) sorgte Herzog für den Ausgleich (39.), Tomislav Kocijan (44.), zweimal der für Polster eingewechselte Christian Mayrleb (47./68.) sowie der Wolfsburger Dietmar Kühbauer mit dem schönsten Tor des Abends (66.) sorgten für den 5:1-Endstand.

Neben Herzog und Kühbauer kam bei den Österreichern auch Martin Stranzl von 1860 München zum Einsatz, bei den Iranern waren Ali Daei von Hertha BSC Berlin sowie die beiden Hamburger Mehdi Mahdavikia und Vahid Hashemian mit von der Partie.

(RPO Archiv)
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