Franz Beckenbauer der Präsident: Organisationskomitee WM 2006 nimmt Arbeit auf

Franz Beckenbauer der Präsident: Organisationskomitee WM 2006 nimmt Arbeit auf

Hamburg (dpa). Das vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) berufene Organisationskomitee (OK) für die Weltmeisterschaft 2006 hat mit dem Neujahr seine Arbeit offiziell begonnen. Es hat die Aufgabe, die übernächste WM im Einvernehmen mit dem Weltverband FIFA vorzubereiten und zu organisieren. Zum Präsidenten wurde Franz Beckenbauer (Foto) berufen. Geschäftsführende Vizepräsidenten sind Horst R. Schmidt (DFB- Generalsekretär), Wolfgang Niersbach (DFB-Mediendirektor) und der Münchner PR-Unternehmer Fedor Radmann.

Als Organisationsform wird eine GmbH angestrebt, entscheidend dafür sind steuerrechtliche Erwägungen. Beschlossene Sache ist ein sechsköpfiger Aufsichtsrat unter Vorsitz des DFB-Präsidenten. Dem Gremium sollen zwei weitere Spitzenvertreter des DFB, der Bundesinnenminister und zwei Repräsentanten der Wirtschaft angehören. Das OK soll sich aus Zuwendungen der FIFA, die allein für die Fernsehrechte der WM 2006 2,1 Milliarden Mark kassiert, aus dem Eintrittskartenverkauf, aus nationalem Marketing und aus einer Sonderfinanzierung über Briefmarken, Münzen und Lotterien finanzieren. Für die ersten beiden Jahre muss der DFB das OK vorfinanzieren.

Als wesentliche Aufgabe bis Ende 2002 will das OK zehn bis zwölf Stadien unter 16 Bewerbern aussuchen. Festgelegt werden muss auch der Standort für ein gemeinsames Pressezentrum für TV und schreibende Presse. Bewerber sind Berlin (Finalstadt), München (Eröffnungsspiel), Düsseldorf und Frankfurt. Insgesamt werden zur WM 20.000 Medienvertreter erwartet.

Vorläufig wird das OK aus zwei Büros in München und dem Frankfurter Flughafen arbeiten. Später soll es in einem Erweiterungsbau des DFB an der Otto-Fleck-Schneise in Frankfurt zusammengeführt werden. In der letzten Phase wird die Organisation aus mehr als 400 Mitarbeitern bestehen.

(RPO Archiv)
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