Fußball: Oberliga-Tore 17 Zentimeter zu niedrig

Fußball: Oberliga-Tore 17 Zentimeter zu niedrig

Dattenfeld (RPO). Beim Oberligisten Germania Dattenfeld sind die Tore zu klein. Am dritten Spieltag der Oberliga Nordrhein war dem in Dattenfeld gastierenden SV Straelen das aufgefallen, was selbst der DFB als noch nicht da gewesenen Sachverhalt bezeichnet.

Die Tatsache, dass sich SV-Torhüter Marian Nbur der Querlatte in Dattenfeld besonders nahe gefühlt hatte, machte Straelen misstrauisch. Die Gäste nahmen noch vor dem Spiel Maß.

Und in der Tat: Die Tore der Hausherren waren viel zu niedrig. Statt der vorgeschriebenen 2,44 Meter betrug die "Lattenhöhe" an den Pfosten lediglich 2,30 Meter und in der Mitte sogar nur 2,27 Meter, wie die am Mittwoch anberaumte WFV-Spruchkammersitzung laut ihrem Vorsitzenden Wilhelm Stelkens feststellte.

Umstrittenes Urteil der Spruchkammer

Der SV Straelen hatte nach seinem Überraschungsfund jedenfalls alles richtig gemacht und noch vor Spielbeginn Protest beim Schiedsrichter eingereicht. Letzterer sah, nach dem er sich von dem Zustand beider Tore überzeugt hatte, allerdings keinen Grund, die Partie nicht anzupfeifen.

"Eine korrekte Entscheidung", wie Stelkens im Gespräch mit dem Nachrichtendienst net-tribune bestätigte. Allerdings hätte der Unparteiische dem Platzverein eine angemessene Frist zur Beseitigung der Mängel einräumen müssen. Dies unterließ er jedoch.

Das Urteil: Die Spruchkammer befand, dass keine der beiden Mannschaften durch die kleinen Tore im Germania Sportpark benachteiligt wurde.

Oberliga-Aufstieg mit nicht regelkonformen Toren?

Es besteht der Verdacht, dass die Tore in Dattenfeld schon seit geraumer Zeit viel zu niedrig - sprich: nicht regelkonform - sind. Die Dattenfelder können sich die Abweichungen bei der Torhöhe nicht erklären. So wird offenbar vermutet, dass jahrelange Bewegungen im Erdreich für ein Absacken der Gehäuse verantwortlich sind.

Dass dies auf beiden Seiten des Platzes nahezu identisch geschehen sein soll, grenzt an ein geologisches Meisterwerk. Besonders pikant: Germania Dattenfeld hat mit besagten Toren in der vergangenen Saison sogar den Aufstieg vollbracht.

Mehr von RP ONLINE