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WM-Qualifikation: Marc-André ter Stegen gegen Armenien im Tor - Müller übernimmt Kapitänsbinde

WM-Qualifikation gegen Armenien : DFB-Team mit ter Stegen im Tor – Müller übernimmt Kapitänsbinde

Auf der letzten Dienstreise des Jahres will die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ihre Erfolgsserie fortsetzen. Im Spiel gegen Armenien am Sonntag (18 Uhr) muss Bundestrainer Hansi Flick aber improvisieren.

Hansi Flick versammelte seine Nationalspieler mit einem lauten Pfiff und schwor sie dann in einer längeren Ansprache im Wolfsburger Nieselregen auf die letzte Dienstreise des Jahres ein. "Es ist unser Ziel, dass wir einen guten Abschluss haben. Wir wollen das Jahr mit einem Sieg beenden", sagte der Bundestrainer vor dem sportlich unbedeutenden WM-Qualifikationsspiel am Sonntag (18 Uhr/RTL) in Armenien.

Flick muss in Eriwan improvisieren. Aus seinem ursprünglichen Kader fallen aufgrund von Corona, Verletzungen, Belastungssteuerung und Sperren gleich zwölf Spieler aus. Am Samstag stiegen gerade noch drei Torhüter und 16 Feldspieler in Hannover in den Flieger. "Die Mannschaft, die da ist, hat unser absolutes Vertrauen verdient", betonte Flick, der seinen Startrekord auf sieben Siege in Folge ausbauen will.

Gleichzeitig sieht er die Begegnung als Chance für die Spieler aus der zweiten Reihe. "Es kann auch bei einem Turnier passieren, dass der ein oder andere gesperrt oder angeschlagen fehlt. Deswegen sind Alternativen wichtig", sagte Flick mit Blick auf die Winter-WM in einem Jahr in Katar.

In Eriwan wird Marc-Andre ter Stegen den geschonten Manuel Neuer im Tor ersetzen. Im defensiven Mittelfeld sollen sich Ilkay Gündogan und Florian Neuhaus in Abwesenheit der gesetzten Joshua Kimmich und Leon Goretzka beweisen. Der für Flick "sehr, sehr wertvolle" Thomas Müller wird die DFB-Auswahl in seinem 110. Länderspiel als Kapitän auf den Rasen führen.

Ein kleines Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Thilo Kehrer. Den Defensivspieler von Paris St. Germain plagen leichte Wadenprobleme, beim Abschlusstraining absolvierte er nur eine Laufeinheit. "Er ist eingeplant, aber wir gehen kein Risiko ein", sagte Flick.

Der Kurztrip nach Armenien soll für den viermaligen Weltmeister nur eine weitere Zwischenstation auf dem Weg zum großen Ziel sein. Seine Mannschaft habe in den vergangenen Wochen und Monaten zwar "gute Schritte" gemacht, betonte Flick: "Wir sind aber noch nicht bei der Qualität, die wir gerne sehen würden."

Doch nach zwei herben Turnier-Enttäuschungen unter Flicks Vorgänger Joachim Löw ist das deutsche Fußball-Flaggschiff wieder auf Kurs. "Die letzten Monate mit Hansi waren schon sehr schön", sagte DFB-Direktor Oliver Bierhoff. Gündogan erklärte im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), dass "mit Hansi Flick noch mal richtig Schwung reingekommen" sei: "Vor ein paar Tagen hat mir bei City ein Mitspieler zugeflüstert, dass er bei der WM mit uns rechnet. Das zeigt mir, dass man uns auf dem Zettel hat."

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Allerdings waren die Gegner in der WM-Qualifikation auf einem überschaubaren Niveau. Die Armenier um den Ex-Dortmunder Henrich Mchitarjan wurden beim furiosen 6:0 im Hinspiel überrannt. Die Erfolgsserie wirkt sich aber positiv auf das Selbstvertrauen aus. "Unter Hansi Flick ist sehr viel möglich. Das Ziel muss sein, um Titel zu spielen. Da ist der Hansi der richtige Mann", sagte der Freiburger Christian Günter.

(dpa/old/sid)