WM-Kader 2018: Matthias Sammer rechnet mit WM-Ticket für Marco Reus

"Pause hat ihm gut getan": Sammer rechnet fest mit WM-Ticket für Reus

Der ehemalige DFB-Sportdirektor Matthias Sammer rechnet fest mit einer Nominierung von Marco Reus für die Weltmeisterschaft in Russland. Bei Mario Götze ist der 50-Jährige dagegen skeptisch.

"Er ist für mich ein ganz fester Bestandteil dieser Mannschaft", sagte der Eurosport-Experte über den Angreifer von Borussia Dortmund, den Bundestrainer Joachim Löw nach einer längeren Verletzungspause nicht für die beiden Länderspiele gegen Spanien und Brasilien berufen hatte.

"Marco Reus war sehr schnell wieder in einer guten Verfassung. Die Pause hat ihm gut getan. Bei ihm muss und wird man bezüglich der Trainingssteuerung und dem weiteren Ablauf Rücksicht nehmen", mutmaßte Sammer. Der 28-jährige Reus hatte aus Verletzungsgründen das WM-Turnier 2014 in Brasilien und die EM 2016 in Frankreich verpasst.

Skeptischer äußert sich der 50-jährige Sammer zu Mario Götze. Den deutschen Siegtorschützen im WM-Endspiel 2014 sieht Sammer "aktuell ein bisschen im Hintertreffen". Der 25-jährige Götze werde aber in den letzten Bundesligaspielen mit dem BVB den Beweis antreten, "dass er zum Team dazugehören möchte". Der lange erkrankte Götze habe "einen schweren Weg" hinter sich gebracht, erinnerte Sammer: "Aus dieser Situation hat er sich befreit." Wenn Götze die WM-Teilnahme nicht schaffe, "geht die Welt auch nicht unter", äußerte Sammer: "Er hat schon viel größere Schwierigkeiten überstanden."

Löw der ideale Bundestrainer

Joachim Löw sieht Sammer auch nach fast zwölfjähriger Amtszeit als Idealbesetzung auf dem Bundestrainerposten. Der ehemalige Assistent von Jürgen Klinsmann habe "eine Wahnsinns-Entwicklung genommen". Er erkenne keine Amtsmüdigkeit bei Löw, "ganz im Gegenteil: Mit dem Titelgewinn 2014 ist der Hunger dieser Champions nur noch größer geworden. Sowohl bei den Spielern wie auch beim Trainer."

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Die frühzeitige Vertragsverlängerung über die WM hinaus bis 2020 bezeichnete Sammer als "eine kluge, richtige und strategische Entscheidung". Löw zeige ein großes Zufriedenheitsbild im Job. Warum sollten Verband und Trainer diesen erfolgreichen gemeinsamen Weg beenden?, meinte Sammer.

DFB-Präsident Reinhard Grindel stützt diese Sichtweise. "Ich finde: Wenn etwas so gut läuft und alle sich so wohlfühlen, kann es gerne weitergehen. Ich hoffe, dass er noch sehr, sehr lange unser Trainer sein wird", sagte Grindel. "Er brennt, hat ein Feuer, als stünde er am Anfang seiner Trainerzeit. Die Spieler haben unheimlich Respekt vor seiner Kompetenz und sind gern bei der Nationalmannschaft", ergänzte der 56-Jährige.

Löw habe es seit Beginn seiner Amtszeit 2006 "immer wieder verstanden", die Mannschaft mit neuen Spielern weiterzuentwickeln, betonte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Der Bundestrainer hatte zuletzt auch öffentlich mit einer möglichen Rückkehr in die Vereinsarbeit kokettiert. Ein Engagement beim derzeit suchenden FC Bayern schloss er in Berlin aber aus. Dies sei für ihn "überhaupt kein Thema", sagte er dem ZDF. Für ihn stehe die WM im Mittelpunkt, da habe er "andere Sorgen als die Bayern".

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(old)