1. Sport
  2. Fußball
  3. Nationalelf

Stefan Effenberg und Mehmet Scholl verteidigen Bundestrainer Joachim Löw - Kritik an Toni Kroos

Unterstützung für Bundestrainer : Effenberg und Scholl verteidigen Löw - Kritik an Toni Kroos

Die 0:6-Niederlage in Spanien wirkt nach: Vor allem Bundestrainer Joachim Löw wird in Frage gestellt. Zwei frühere deutsche Nationalspieler nehmen den 60-Jährigen jedoch in Schutz.

Die früheren deutschen Fußball-Nationalspieler Stefan Effenberg und Mehmet Scholl haben Bundestrainer Joachim Löw nach dem 0:6-Debakel in Schutz genommen. Es sei die richtige Entscheidung an Löw festzuhalten, sagte Effenberg dem Internetportal „Sport1“ und fügte hinzu: „Im Endeffekt standen da Spieler auf dem Platz, die sehr wohl eine gewisse Qualität und zum Teil auch große Erfahrung haben. Und wenn diese Jungs das nicht abrufen, muss man auch mal mit dem Finger auf sie zeigen und nicht nur auf Jogi Löw.“

Insbesondere Toni Kroos habe gezeigt, dass er kein Führungsspieler sei. Es sei klar zu erkennen gewesen, „dass Joshua Kimmich der wahre und richtige Leader dieser Mannschaft ist“, sagte Effenberg. Kroos sei nicht der Typ, um verbal als Führungsspieler aufzutreten.

Scholl monierte, dass der Bundestrainer das ausbaden müsse, was in der Trainerausbildung und im Nachwuchs falsch laufe. „Das hat nichts mit Löw zu tun, er kann eine Fehlentwicklung nicht an wenigen Tagen auffangen. Die neue Generation sind noch keine Gewinner“, sagte Scholl der „Bild“.

Die aussortierten Weltmeister Mats Hummels, Jerome Boateng und Thomas Müller könnten da auch nichts mehr retten. „Es geht um die Ausbildung der neuen Generation“, sagte Scholl. Ähnlich sieht es Effenberg: „Jogi Löw hat jetzt die Chance, personell Konsequenzen zu ziehen und das muss er auch tun. In meinen Augen nicht mit Boateng, nicht mit Hummels, nicht mit Müller, sondern mit den Spielern, die er jetzt zur Verfügung hat.“

(dpa/old)