EM-Quali: Joachim Löw und der Kader für den letzten Schritt: Keine Experimente

EM-Qualifikation: Löws Kader für den letzten Schritt: Keine Experimente

23 Mann für den letzten Schritt: Am Freitag beruft Bundestrainer Joachim Löw sein Aufgebot für die abschließenden EM-Qualifikationsspiele. Große Überraschungen werden nicht erwartet.

Keine Experimente! Mit bewährten Kräften um voraussichtlich 15 Helden von Rio will Weltmeister Deutschland den letzten Schritt in Richtung Frankreich machen. Wenn Bundestrainer Joachim Löw am Freitag sein Aufgebot für die abschließenden EM-Qualifikationsspiele am 8. Oktober in Irland und drei Tage später in Leipzig gegen Georgien (beide 20.45 Uhr/Live-Ticker) bekannt gibt, sind keine großen Überraschungen zu erwarten.

Schon ein weiteres Unentschieden gegen die Iren nach dem 1:1 im Hinspiel würde dem Weltranglisten-Zweiten reichen, um das Euro-Ticket für 2016 zu lösen. Doch Löws klar formuliertes Ziel ist der Gruppensieg - und die Qualifikation mit Stil. "Wir wollen in Irland gewinnen und alles klarmachen", sagte er mit Blick auf das Duell in Dublin. Deshalb sollen es die gestandenen Spieler um Kapitän Bastian Schweinsteiger richten - auch wenn DFB-Präsident Wolfgang Niersbach die Mannschaft bereits "mit ziemlicher Sicherheit bei der EM" sieht.

Einen "Test" könnte sich Löw dennoch erlauben. Nachdem er zuletzt Torwart Marc-Andre ter Stegen (FC Barcelona) als dritten Torwart ins Aufgebot geholt hatte, könnte jetzt Leverkusens Keeper Bernd Leno eine Chance bekommen. Bundestorwarttrainer Andreas Köpke weilte unter der Woche in Barcelona, um sich das direkte Duell der Youngster in der Champions League anzusehen.

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Zurückkehren wird der Dortmunder Marco Reus, der bei den beiden jüngsten Quali-Erfolgen in Schottland (3:2) und gegen Polen (3:1) wegen eines angebrochenen Zehs gefehlt hatte. Für die Weltmeister Benedikt Höwedes und Sami Khedira sowie Antonio Rüdiger dürfte eine Nominierung nach eben erst überstandenen Blessuren zu früh kommen. Dagegen darf Weltmeister Julian Draxler nach guten Leistungen seit seinem Wechsel zum VfL Wolfsburg auf ein Comeback hoffen.

Schlechter sind die Aussichten für Mario Gomez. "Ich habe Mario nicht abgeschrieben", sagte Löw zwar erst am Dienstag in der Welt über den früheren Münchner, der bei Besiktas Istanbul einen guten Einstand hatte. Doch erst "wenn die Entwicklung anhält und er so weitermacht" werde Gomez "wieder ein Thema" bei ihm, ergänzte Löw nach einem Telefonat mit dem Torjäger.

Löw versammelt seine Mannschaft einen Tag nach dem Bundesliga-Topspiel zwischen Bayern München und Borussia Dortmund am Montag in Frankfurt/Main. Bereits zwei Tage später geht es nach Dublin, einen Tag nach dem Georgien-Spiel - und damit nur eine Woche nach der Zusammenkunft - reisen die Spieler bereits wieder zu ihren Klubs. Nicht viel Zeit für Löw, der auch deshalb nicht viel Neues ausprobieren will. Experimente bewahrt er sich für die beiden Länderspiele gegen EM-Gastgeber Frankreich am 13. November in Paris und (voraussichtlich) die Niederlande am 17. November in Hannover auf.

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(sid)