DFB: Job beim DFB für Reinhard Grindel mindestens eine Nummer zu groß

Kommentar zum DFB-Präsidenten: Neuanfang ohne Grindel

Seit Wochen blamiert sich der deutsche Fußball bis auf die Knochen. Zuvorderst DFB-Präsident Reinhard Grindel. Ein Kommentar.

Als Volksvertreter im Bundestag für die CDU war er ein stramm konservativer Hinterbänkler. An der Spitze des größten Sportfachverbands der Welt stolpert der 56-Jährige von einer Peinlichkeit in die nächste. Durch seine Sprachlosigkeit im Umgang mit Mesut Özil hat er seine Planlosigkeit offenbart. Es mangelt Grindel an Themen und Glaubwürdigkeit. Es ist seine Aufgabe, allen Mitgliedern im DFB das Gefühl von Heimat zu bieten: egal, ob sie Michael, Murat oder Melanie heißen.

Grindel steuert den DFB immer mehr in die internationale Isolation. Er wird auf großer Bühne bei der Uefa schlicht nicht mehr ernst genommen. Der DFB droht bei der Vergabe des EM-Turniers 2024 der Türkei zu unterliegen. Und diese Entwicklung hat zum überwiegenden Teil Grindel zu verantworten. Um das Schlimmste abzuwenden, ist es mehr als überfällig, dass er die Konsequenzen aus seinem Missmanagement zieht und zurücktritt. Für Grindel ist der Job beim DFB mindestens eine Nummer zu groß.