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Deutschland gegen Rumänien ausverkauft: Hansi Flick will die Fans weiter „begeistern“

DFB-Spiel gegen Rumänien ausverkauft : Flick will die Fans weiter „begeistern“

Drei Punkte - und mehr: Hansi Flick plant in der WM-Qualifikation gegen Rumänien seinen vierten Sieg fest ein und hofft spielerisch auf weitere Fortschritte. Die Begegnung im Volksparkstadion ist mit 25.000 Zuschauern ausverkauft.

Hansi Flick ist im Tunnel. Für einen Ausflug mit den eigens bereitgestellten Fahrrädern durchs sonnige Hamburg hat der Bundestrainer "leider noch keine Zeit gefunden", wie er mit einigem Bedauern verriet. Kein Wunder: Er richtet alles auf den nächsten Sieg in der WM-Qualifikation gegen Rumänien am Freitag (20.45 Uhr/RTL) aus.

"Wir wollen eine tolle Leistung bringen und ein erfolgreiches Spiel sehen, das die Fans wieder begeistert", sagte Flick, "jeder Einzelne in der Mannschaft möchte das so rüberbringen." Diesen Willen hat der Erbe von Joachim Löw geweckt - und er ist nach Angaben des neuen Chefs so "intensiv", dass er schon mal eine Einheit früher beendet als geplant, um "Körner zu sparen".

Flick, hat Oliver Bierhoff beobachtet, vermittle den Stars eine gewisse "Euphorie". Die vom DFB-Direktor noch vor elf Monaten gesichtete "dunkle Wolke" über der Nationalelf sei wie weggeblasen. Das sollen auch die 25.000 Zuschauer im ausverkauften Volkspark zu spüren bekommen - und die im September entfachte Aufbruchstimmung auf eine noch höhere Stufe heben.

Flick hat dafür den Konkurrenzkampf neu entfacht. "Es gibt kaum Spieler, die gesetzt sind, das ist immer eine Sache der aktuellen Form", sagte er. Und doch kristallisiert sich bereits eine Achse mit einem starken Münchner Kern heraus.

Im von Flick bevorzugten 4-2-3-1-System verteidigen Niklas Süle und Antonio Rüdiger vor Kapitän Manuel Neuer im Zentrum - das Duo erhielt für Rumänien eine Einsatzgarantie. "Sie geben uns gute Stabilität", sagte Flick. Das gilt auch für die Doppel-Sechs mit Joshua Kimmich und Leon Goretzka, die zusammen mit ihrem Bayern-Kollegen Thomas Müller das Herzstück der Flick-Elf bilden.

Auf den offensiven Außen sind zwei weitere Bayern erste Wahl: Serge Gnabry und Leroy Sane, ihr Zielspieler heißt Timo Werner. "Jeder spielt jetzt auf seiner besten Position und weiß, was er für Aufgaben hat", sagte der Profi des FC Chelsea. Einzig bei den defensiven Außen scheint Flick noch nicht komplett festgelegt; gegen den Weltranglisten-42. werden Jonas Hofmann rechts und Thilo Kehrer links anstelle des verletzten Robin Gosens erwartet.

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"Wir haben eine super Qualität", sagte Flick, auch Youngster wie Florian Wirtz, Jamal Musiala oder Karim Adeyemi bereicherten seine Auswahl. Das Ziel "Rückkehr an die Weltspitze" hält der 56-Jährige daher schon zur WM 2022 in Katar für realistisch.

Mit Siegen am Freitag gegen eine rumänische Mannschaft, die laut Flick "Fußball spielen will", und am Montag beim DFB-Schreck Nordmazedonien könnte das Wüsten-Ticket gebucht werden. Doch Bierhoff mahnte: "Wir hatten in der Vergangenheit häufiger gute Ausgangspositionen." Es gehe jetzt "um Kontinuität".

Karl-Heinz Rummenigge ist da optimistisch. Flick, betonte der langjährige Bayern-Boss, werde in Katar "eine Mannschaft hinstellen, die nicht einfach zu schlagen sein wird". Schon jetzt habe die Mannschaft dessen "Handschrift kapiert". Sicher, Rumänien und Nordmazedonien seien schwerer zu schlagen als die September-Gegner, aber das DFB-Team sei "so gut besetzt, dass man sich keine Sorgen machen muss".

Flick sieht das wohl ähnlich. Und so nahm er sich bei aller Detailarbeit doch noch Zeit für andere Dinge wie die "Schreibstunde" am Mittwoch. Dabei signierte der Bundestrainer auch einen Strampler für einen Hotelangestellten, wie er schmunzelnd berichtete. Nur das Rad blieb (noch) stehen.

(sid/old)