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Msv Duisburg: Solidaritäts-Banner löst Krawall aus

Msv Duisburg : Solidaritäts-Banner löst Krawall aus

Die "Kohorte" zeigte ein Spruchband. Nach dem Spiel gab es eine Schlägerei.

Die Fan-Gruppe "Kohorte" hat sich mit den "Ultras Braunschweig" solidarisiert. Diese Gruppe wiederum war zuletzt bei einem Spiel des Erstligisten von anderen Anhängern der eigenen Mannschaft angegriffen worden, doch als Konsequenz daraus bestrafte Eintracht Braunschweig nicht die Angreifer, sondern verbat die "Ultras". In Duisburg hielten nun die Mitglieder der "Kohorte" ein Banner mit der Aufschrift: "Täter-Opfer-Rolle vertauscht? Schäm dich Eintracht Braunschweig" in die Höhe. Das lieferte offenbar den Anlass zu einer späteren Auseinandersetzung auf dem Parkplatz. Dabei wurden die Mitglieder der "Kohorte" attackiert, die Polizei musste unter anderem mit Tränengas eingreifen, einige Personen mussten medizinisch betreut werden. Die Angreifer sollen Mitgliedern der MSV-Fan-Gruppierungen "Division Duisburg" und "Proud Generation Duisburg" gewesen sein, die von "Nationalem Widerstand" Duisburg und Dortmund unterstützt worden sein sollen. Das sagt "Kohorte" in einer Stellungnahme auf ihrer Homepage.

Klar ist, dass es eine Schlägerei gab. Klar ist, dass Solidaritäts-Banner mit Braunschweiger Bezug in diesen Tagen bundesweit in Stadien gezeigt wurden. Klar ist aber auch, dass "Kohorte" dieses Banner entgegen gängiger Praxis nicht beim MSV angemeldet hat. "Da gibt es eine klare Absprache", sagt Michael Meier, der Sicherheitsbeauftragte des Klubs. Diese Absprache wurde am Samstag doppelt gebrochen: Zum einen wurde das Plakat nicht angekündigt, zum anderen hatte es einen politischen Inhalt. "Wir hatten zuletzt einen Burgfrieden zwischen den Fans. Das hat gut funktioniert. Das Plakat wurde jetzt wohl als Kündigung des Friedensabkommens gesehen", sagt Meier, der sich aber erst ein vollständiges Bild von der gesamten Situation machen will: "Ich möchte klären, wie das war. Wir wollen keine Handgreiflichkeiten, egal welcher Couleur. Problemlösungsstrategien, die in Schlägereien ausarten, sind keine Problemlösungsstrategien."

(ame)