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MSV Duisburg: Perthel erlöst den MSV kurz vor Schluss

MSV Duisburg : Perthel erlöst den MSV kurz vor Schluss

In der 89. Spielminute der Zweitligapartie zwischen dem VfL Bochum und MSV Duisburg erzielte der 24-Jährige mit einem wuchtigen Schuss aus 25 Metern den 2:2 (0:1)-Ausgleichstreffer. Der MSV bleibt damit Tabellen-15.

Eigentlich hätte Timo Perthels sehenswerter Ausgleichstreffer kurz vor dem Ende eine würdigere Bühne verdient gehabt. Doch am Ende war der "vorgezogene Sonntagsschuss", wie Perthel seinen Treffer kommentierte, nicht mehr als eine schmeichelhafte Ergebniskorrektur.

Nachdem die Duisburger, wie so oft in dieser Saison, ambitioniert in die Partie gestartet waren, ließ die Mannschaft den Gegner erneut durch eigene Fehler zurück ins Spiel kommen. Statt den wertvollen Führungstreffer von Maurice Exslager auszubauen, der sich in der 37. Minute gleich gegen zwei Bochumer Gegenspieler durchgesetzt hatte, büßten die Meidericher die Führung beim Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt durch mangelhaftes Abwehrverhalten ein. "In den ersten 15 Minuten waren wir die bessere Mannschaft. Danach leisten wir uns einfach zu viele Passfehler und Fehlentscheidungen", befand MSV-Trainer Kosta Runjaic nach der Partie. "Nach dem 1:1 der Bochumer sind wir dann so richtig ins Schwimmen geraten", gestand Daniel Brosinski.

Zuvor allerdings hatte Exslager, der für den gesperrten Ranisav Jovanovic stürmte, die Hoffnungen der Duisburger geweckt. "Exe" brachte den MSV mit seinem ersten Auswärtstreffer in dieser Saison in Führung. Für Ruhe sorgte sein Tor aber nicht. Nach der Pause drehte der VfL vor 14127 Zuschauern die Partie binnen zehn Minuten auf 2:1.

Schon beim Ausgleichstreffer hatte die Abwehr des MSV alles andere als sicher agiert. Und wieder fiel der Kopfballtreffer von Lukas Sinkiewicz (51.) nach einer Standardsituation. Kevin Wolze, den Trainer Runjaic gestern im zentralen offensiven Mittelfeld aufbot, forderte folgerichtig, dass "uns das in dieser Form nicht passieren darf. Diese dummen Gegentreffer müssen wir abstellen".

Genau das gelang dem MSV aber im weiteren Spielverlauf nicht. Stattdessen ließen die Duisburger nur rund fünf Minuten später den Gegner ungehindert durch den Strafraum spazieren. Auch beim Führungstreffer der Bochumer durch Christoph Kramer in der 56. Spielminute, der nacheinander Daniel Brosinski, Adli Lachheb und anschließend Kapitän Branimir Bajic ins Leere laufen ließ, war das Abwehrverhalten der Duisburger mangelhaft.

Dabei hatten die Zebras trotz einer spielerisch schwachen Vorstellung durchaus Chancen, die eigene Führung nach der Pause auszubauen. Einen strammen Schuss von Tanju Öztürk, der ansonsten eine durchwachsene Vorstellung ablieferte, parierte Bochums Keeper Andreas Luthe jedoch mit einer sehenswerten Parade.

Ihren Dank mussten die Duisburger nach dem Schlusspfiff somit an Timo Perthel richten. "Gott sei Dank hat Timo auch einen rechten Fuß", erklärte ein schmunzelnder Goran Sukalo, der gestern gesperrt fehlte. Dem 31-Jährigen war die Erleichterung über den späten Punktgewinn nach dem Schlusspfiff deutlich anzumerken. Mit Blick auf die kommenden Aufgaben wich seine fröhliche Miene aber einem ernsteren Gesichtsausdruck. "Natürlich war es wichtig, Bochum nicht davoneilen zu lassen, doch wir brauchen jetzt Punkte."

Nach dem Unentschieden im Revierderby steht der MSV auf dem 15. Platz. Durch den 3:0-Sieg des FC St. Pauli gegen den FSV Frankfurt und das Unentschieden des FC Erzgebirge Aue gegen den VfR Aalen hat sich die Situation in Tabellenkeller für die Meidericher nicht verbessert. Zudem fällt Jurgen Gjasula mit einer Reizung im linken Knie für die kommenden Trainingseinheiten aus.

Nächstes Spiel: Am Mittwoch, 27. Februar, bestreitet der MSV ein Testspiel gegen Bayer Leverkusen U23. Anstoß ist um 15 Uhr an der Westender Straße.

Hier geht es zur Bilderstrecke: 2. Bundesliga 12/13: Bochum - Duisburg

(RP)