MSV: Nachwuchskeeper Lenz mit starkem Debüt

MSV: Nachwuchskeeper Lenz mit starkem Debüt

Der 22-Jährige hält in Erfurt blendend und erhält ein Sonderlob von Trainer Baumann.

Marcel Lenz konnte seine Gefühle nach seinem gelungenen Ligadebüt für die Profis des MSV Duisburg unmittelbar nach Abpfiff nicht verbergen. Vorsichtig lächelnd gestand er: "Es ist ein überragendes Gefühl, zu seinem Pflichtdebüt in der Dritten Liga zu kommen. Meine Freude überwiegt in diesem Moment."

Grund zur Freude hatte der 22-Jährige freilich genug. Immerhin kam er nicht nur zu seinem Debüt, sondern lieferte nach seiner unverhoffen Einwechselung — die etatmäßige Nummer eins, Michael Ratajczak musste mit Adduktorenproblemen zur Pause in der Kabine bleiben — im Tor eine starke Leistung ab. "Aber die Mannschaft hat es mir leicht gemacht", gab Lenz das Kompliment an seine Teamkollegen zurück. "In der Halbzeit haben die Jungs mir Glück gewünscht und gesagt, ich soll alles so machen wie im Training", verriet Lenz. "Ich denke, das habe ich ganz gut hinbekommen."

Die Selbsteinschätzung des Nachwuchsmannes ist keinesfalls kokett, sondern realistisch. Beispielsweise rettete der Keeper in der 84. Spielminute stark gegen Erfurts Sebastian Stolze, der allein heraneilend an Lenz scheiterte. Auch bei hohen Bällen agierte der Torwart sicher und durfte sich folgerichtig über ein Extralob seines Trainers freuen. "Marcel hat ein ganz hervorragendes Spiel gemacht", so der Coach. Derweil war der Torhüter selbst zu diesem Zeitpunkt noch damit beschäftigt, das frisch Erlebte zu verarbeiten. "Für einen Torhüter ist es schwer, ohne Rhythmus ins Spiel zu kommen", erklärte der 22-Jährige, weswegen es wichtig sei, direkt bei der ersten Aktion erfolgreich zu sein. Das verleihe Selbstvertrauen.

Das kann Lenz gebrauchen. Morgen wird er gegen den BVB II erstmals über die vollen 90 Minuten im Tor stehen. "Ich freue mich auf mein erstes Heimspiel und hoffe, dass uns die Fans dabei so großartig unterstützen wie zuletzt." Von Pech, dass in Markus Bollmann in der Abwehr ein erfahrener Spieler ausfällt, möchte er nichts wissen: "Für Bolle tut es mir leid, aber die Jungs, die für ihn in die Bresche springen, sind alle erfahren und allesamt Topspieler."

(sef)
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