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Duisburg: MSV-Rettung: die nächste Anzeige gegen Sören Link

Duisburg : MSV-Rettung: die nächste Anzeige gegen Sören Link

Während der MSV um sein sportliches Überleben kämpft – gestern reichten die Meidericher Klage beim Schiedsgericht der Deutschen Fußballliga ein – mehren sich die Vorwürfe gegen Vorstände und Aufsichtsräte des DVV-Konzerns, der Stadtwerke und des MSV Duisburg.

Während der MSV um sein sportliches Überleben kämpft — gestern reichten die Meidericher Klage beim Schiedsgericht der Deutschen Fußballliga ein — mehren sich die Vorwürfe gegen Vorstände und Aufsichtsräte des DVV-Konzerns, der Stadtwerke und des MSV Duisburg.

Nach der anonymen Anzeige aus der vergangenen Woche ging jetzt eine weitere Anzeige bei der Staatsanwaltschaft ein. Der zentrale Vorwurf: Oberbürgermeister Sören Link soll seinen Aufgaben als Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke und des DVV-Konzerns nicht ordnungsgemäß nachgekommen sein.

Stattdessen habe er durch die Beteiligung der städtischen Töchter an den Rettungspaketen für den angeschlagen Zweitligisten die Wirtschaftlichkeit der Unternehmen gefährdet. Die Aufgabe des Oberbürgermeisters sei es, die Beteiligungen der Stadt zu kontrollieren und bei den Stadtwerken für eine Gewinnmaximierung zu sorgen, heißt es in dem Schreiben. Schließlich benötige die Stadt die Gewinnausschüttung durch die Stadtwerke dringend, um den Haushalt auszugleichen. Außerdem wird in der Anzeige der Vorwurf einer Insolvenzverschleppung durch die Verantwortlichen des MSV-Duisburg laut.

Die Staatsanwaltschaft hat die Anzeige indes zur Kenntnis genommen. Die Anzeige werde wie die zuvor eingegangene auch von der zuständigen Abteilung auf einen Anfangverdacht hin geprüft, erklärte Oberstaatsanwalt Detlef Nowotsch gestern auf Anfrage der Rheinischen Post. Wann mit einem ersten Ergebnis der Prüfung zu rechnen sei, sei derzeit noch nicht absehbar, sagte der Staatsanwalt.

(RP)