Msv Duisburg: MSV macht in Mainz seine Hausaufgaben

Msv Duisburg: MSV macht in Mainz seine Hausaufgaben

Der Spitzenreiter der 3. Liga hält sich auch bei Schlusslicht Mainz 05 schadlos. Dustin Bomheuer und Kingsley Onuegbu treffen beim 2:0-Sieg gegen die Reserve des Bundesligisten.

Überraschung im Duisburger Tor, keine Überraschung auf dem Platz. Der MSV Duisburg erledigte gestern Abend in der 3. Fußball-Liga seine Hausaufgaben und setzte sich beim Schlusslicht FSV Mainz 05 II mit 2:0 (2:0) durch. Im Tor der Zebras feierte Marcel Lenz sein Saisondebüt. Mark Flekken fiel verletzt aus und verpasste damit die erste Partie in der laufenden Saison.

Mark Flekken zog sich im Abschlusstraining eine Muskelverletzung im Oberschenkel zu und trat die Fahrt nach Mainz gar nicht erst an. So schaffte Marcel Lenz den Sprung von seinem Stammplatz auf der Tribüne in die Meidericher Startelf. Daniel Zeaiter, der aufgrund der U-23-Regel bislang immer als Ersatzkeeper auf der Bank saß, war auch gestern nur zweiter Mann. Ein Einsatz wäre für ihn in mehrfacher Hinsicht eine schöne Sache gewesen: Er kam im vergangenen Sommer von der Mainzer U 23 zum MSV.

800 Duisburger Fans erfüllten unter 1898 Zuschauern - darunter auch Ex-MSV-Trainer Oliver Reck -- die mitunter gespenstische Atmosphäre im früheren Mainzer Bundesliga-Stadion mit Leben. In der ersten halben Stunde gab es nur wenige Höhepunkte. In der dritten Minute landete der Ball nach einem Mainzer Distanzschuss auf der Querlatte des Duisburger Tores. Auf MSV-Seite kam Kingsley Onuegbu in der 17. Minute im Mainzer Strafraum einen Schritt zu spät. In der 28. Minute klärte MSV-Innenverteidiger Thomas Blomeyer kurz vor der Torlinie per Kopf. Dann stellten die Zebras, denen Ex-MSV-Spieler Daniel Brosinski vor dem Spiel nach dem Abschlusstraining der Mainzer Profis Glück wünschte, mit einem Doppelschlag die Weichen auf Sieg. Dustin Bomheuer bleibt der Standardspezialist der Zebras. In Anschluss an einen Freistoß von Andreas Wiegel köpfte er zum 1:0 für den MSV ein (30.). Das war schon der vierte Saisontreffer des Innenverteidigers. Drei Minuten später schlug es erneut im Mainzer Kasten ein. Kingsley Onuegbu war im gegnerischen Strafraum hellwach und schloss eine Einzelaktion mit einem Drehschuss zum 2:0 für den MSV ab.

Nach der Pause erhöhten die Mainzer den Druck. In dieser Phase hielt sich der MSV schadlos - auch weil Marcel Lenz in kritischen Situationen die Ruhe behielt und im Duisburger Kasten auf dem Posten war. So auch in der 68. Minute: Er setzte sich gegen Felix Lohkemper, der die MSV-Abwehr ausspielen konnte, vor dem Strafraum mit einer Fußabwehr durch.

Die Offensivaktionen der Duisburger waren im zweiten Durchgang limitiert. Um das Resultat abzusichern, schaltete Trainer Ilia Gruev in den letzten 20 Minuten in der offensiven Ausrichtung einen Gang zurück. Stürmer Stanislav Iljutcenko ging, Mittelfeldspieler Martin Dausch kam. Am Ende brachte das Gruev-Team die Führung souverän über die Zeit - auch weil Mainz über weite Strecken zu umständlich und zu ungenau agierte.

Für Außenverteidiger Nico Klotz war die Partie nach 64 Minuten beendet. Er räumte angeschlagen seinen Platz für Enis Hajri.

Am Rande des Spiels wurde bekannt, dass sich der MSV Duisburg mit der Arena nicht als Spielort für eine mögliche Europameisterschaft 2024 in Deutschland bewerben wird. Wie Geschäftsführer Peter Mohnhaupt erkläre, wäre der Umbau der Arena zu aufwändig.

(RP)
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