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MSV Duisburg: Vereinsikone Bernard Dietz sorgt sich um Revierklub

„Tut sehr weh“ : Vereinsikone Dietz sorgt sich um MSV Duisburg

Die sportliche Talfahrt des MSV Duisburg hält weiter an. Der Absturz in die viertklassige Regionalliga droht. MSV-Vereinslegende Bernard Dietz macht sich große Sorgen. An einer Trainer-Diskussion will sich der 73-Jährige nicht beteiligen.

Bernard Dietz, Vereinsikone des MSV Duisburg, ist angesichts der sportlichen Talfahrt des Fußball-Drittligisten in großer Sorge um den Traditionsklub. „Der MSV Duisburg gibt ein trauriges Bild ab. Es tut sehr weh, ich mache mir Sorgen um den Verein“, sagte Dietz der „WAZ“. Der MSV hatte am Mittwoch beim 0:5 gegen Tabellenführer 1. FC Magdeburg seine höchste Saisonniederlage kassiert, rangiert in der Abstiegszone und muss den ersten Absturz der Vereinsgeschichte in die viertklassige Regionalliga West befürchten.

Auch unter Trainer Hagen Schmidt, der Mitte Oktober den glücklosen Vorgänger Pavel Dotchev abgelöst hatte, blieb die erhoffte Trendwende aus. Unter der Leitung des 51-Jährigen konnte der MSV nur zwei von zehn Spielen gewinnen. Am vergangenen Samstag unterlag Duisburg dem 1. FC Saarbrücken 3:4. Vor allem die Art und Weise macht Dietz zu schaffen. „Neun Gegentore in zwei Heimspielen sind einfach zu viel“, meinte Dietz. Und auch beim MSV ist das Nervenkostüm mittlerweile mächtig angespannt. An einer Trainer-Diskussion will sich Dietz aber nicht beteiligen. Dafür sei er „nicht mehr nah genug dran“. Klar sei für ihn aber auch, dass es nicht immer nur am Trainer liegen kann.

Der 73 Jahre alte Dietz, Kapitän der deutschen Nationalmannschaft beim EM-Titelgewinn 1980, absolvierte früher 394 Bundesligapartien für den MSV, arbeitete anschließend unter anderem als Trainer und war bis 2019 im Vorstand des MSV engagiert. „Die Mannschaft muss langsam zeigen, dass sie tatsächlich das Zeug hat, um in der 3. Liga zu bestehen. Denn der Verein darf nicht absteigen“, befand Dietz. In den vergangenen Jahren hatte er häufiger die Entwicklung bei dem Duisburger Klub kritisiert. Sein nächstes Ligaspiel bestreitet der MSV am Samstag (14 Uhr) beim SV Wehen Wiesbaden. Vier Tage später folgt das Nachholspiel gegen den VfL Osnabrück.

„Wir sind nach wie vor tief im Abstiegskampf. So eine Leistung darf man sich nicht erlauben. Dafür kann man sich zunächst nur mit Worten entschuldigen“, sagte Schmidt nach dem 0:5 Debakel. Gegen Wiesbaden wolle das Team nun eine „entsprechende Reaktion zeigen“. Verzichten muss der MSV auf Leo Weinkauf. Der Torhüter hatte gegen Magdeburg die Rote Karte gesehen und wurde vom DFB-Sportgericht für zwei Spiele gesperrt.

(dpa/old)