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MSV Duisburg: Trainer Pavel Dotchev nach dritter Niederlage in der Kritik

Rufe gegen Trainer Dotchev : Nach drei Niederlagen kippt die Stimmung beim MSV

Die Stimmung beim MSV Duisburg kippt. Nach dem 1:4 bei Borussia Dortmund II wächst der Druck auf Trainer Pavel Dotchev. Dieser reagiert kämpferisch und fordert Zusammenhalt.

Krisenstimmung beim MSV Duisburg. Beim Ruhrgebietsklub läuft aktuell so gar nichts rund: Nur sechs Punkte holten die Zebras aus den ersten sechs Ligaspielen, die vergangenen drei Partie gingen gar verloren. Der Druck auf Mannschaft, Sportdirektor und Trainer wächst.

Nach der 1:4-Niederlage bei Borussia Dortmund II ertönten aus dem Block der mitgereisten MSV-Fans erstmals „Dotchev raus“-Rufe. Darauf angesprochen, reagierte der Trainer des MSV Duisburg gereizt. „Dadurch, dass Sie das über das Mikro nun sagen, ist nun bundesweit bekannt, dass es „Dotchev raus“-Rufe gab“, sagte er bei MagentaSport auf die Frage, ob er die Rufe wahrgenommen habe. Der 55-Jährige meinte aber auch, dass „das nicht zu überhören war“.

Duisburgs Trainer musste nach der Pleite zudem eingestehen, „dass die Stimmung ein bisschen umkippt. Das merkt man schon.“ Dabei waren die Zebras gegen die Reserve vom BVB durch Orhan Ademis dritten Saisontreffer zunächst in Führung gegangen. Doch seine Mannschaft habe „das 1:0 nicht lange genug gehalten“. Gerade einmal drei Minuten hielt die Führung des MSV, ehe BVB-Stürmer Steffen Tigges zum 1:1 einköpfte. Ein Doppelschlag der Hausherren nach der Pause sorgte dann für die Vorentscheidung. „Wir haben das zweite und dritte Tor viel zu billig bekommen“, ärgerte sich Dotchev.

Hauptproblem der Zebras sei vor allem das Defensivverhalten. Zehn Treffer mussten die Duisburger, die aktuell auf Platz 14 rangieren, in dieser Spielzeit bereits hinnehmen. Man müsse nun zusehen, dass man die Fehler korrigiert und abstellt, sagte Dotchev.

Der Cheftrainer wisse, dass man dem Anspruch derzeit nicht gerecht werde. Dafür übernehme er die volle Verantwortung. „Wir haben gedacht, dass wir es schaffen, mit unseren Handicaps und Problemen, die wir hatten, ein paar Punkte mehr zu holen und uns von Woche zu Woche zu stabilisieren. Aber Stand jetzt ist die Situation schon so, dass sie sehr unbefriedigend ist“, sagte Dotchev. Von Abstiegskampf wollte er nach sechs Spielen aber noch nicht reden. Dem Trainer ist jedoch klar, dass man jetzt Punkte holen müsse.

Personell nachbessern will man trotz der kritischen Situation nicht. „Wir machen keinen Aktionismus. Das wäre das falsche Signal“, sagte Dotchev und forderte Geschlossenheit: „In so einer Situation muss man geschlossen zusammenstehen.“

Die nächste Chance die Negativserie zu beenden, bietet sich den Zebras am Samstag, 4. September, im Heimspiel (14 Uhr) gegen die noch sieglosen Würzburger Kickers.

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