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MSV Duisburg: Trainer Dotchev hadert nach Niederlage - „Die Leistung war besser als das Ergebnis“

MSV-Trainer Dotchev hadert nach Niederlage : „Die Leistung war besser als das Ergebnis“

Der MSV Duisburg hielt gegen den neuen Tabellenführer Wehen Wiesbaden lange gut mit, hatte sogar die besseren Gelegenheiten. Am Ende stand jedoch eine ernüchternde 0:2-Heimniederlage. Was Trainer Pavel Dotchev sagt und wie er den Dämpfer begründet.

Im ersten Heimspiel gegen TSV Havelse sorgte Orhan Ademi noch für den ersten Saisontreffer des MSV Duisburg. Gegen den SV Wehen Wiesbaden verließ den Angreifer das Glück. Gleich zwei gute Möglichkeiten zur Führung ließ der 29-Jährige ungenutzt.

In der 20. Minute kam er frei von der Strafraumgrenze zum Abschluss, setzte den Ball aber weit über den Kasten. Dann war er kurz hinter der Mittellinie auf einmal frei durch, ließ sich jedoch einholen und zu weit nach rechts abdrängen. Sein Abschluss aus spitzem Winkel parierte Wehens Torhüter Florian Stritzel mit ganzem Körpereinsatz. „Ja, den ersten muss ich anders schießen. Den zweiten, ja, den hält der Torwart auch gut“, sagte Duisburgs Angreifer bei Magentasport. „Wenn die reingehen, dann gehen wir hier in Führung. Dann läuft das anders.“ Fehlende Effiziens, die dem MSV zum Verhängnis wurde. Vor 7.259 Zuschauern verloren die Zebras gegen die Hessen mit 0:2.

Dabei hatte sich der MSV für das Heimspiel gegen Wehen Wiesbaden so viel vorgenommen. Vier Punkte hatte MSV-Trainer Pavel Dotchev aus den Spielen gegen Wiesbaden (0:2) und Borussia Dortmund gefordert. Nach der Heimniederlage ist das Ziel selbst bei einem Erfolg am Samstag bei der BVB-Reserve außer Reichweite.

„Die Niederlage tut weh. Die Leistung war besser als das Ergebnis. Den Jungs ist wenig vorzuwerfen“, sagte Pavel Dotchev. Dabei sei genau das eingetreten, wovor der 55-Jährige gewarnt habe. Er habe vorher gewusst, dass Wiesbaden effizient ist und nicht viele Chancen braucht, um Tore zu erzielen. Und so kam es dann auch: Duisburg zeigte großen Einsatz, hatte Möglichkeiten, doch Wiesbaden machte die Treffer. „Unser größtes Problem war die Chancenverwertung und wir haben das erste Gegentor bekommen“, haderte Dotchev, der die Niederlage als „bitter“ bezeichnete. Vor allem, „weil Wiesbaden nicht die bessere Mannschaft auf dem Rasen war“.

Neben der fehlenden Kaltschnäuzigkeit machte Dotchev die Niederlage auch an den schwindenden Kräften fest. Fünf Spielen innerhalb von 17 Tagen haben ihre Spuren hinterlassen. Nach dem Rückstand habe seiner Mannschaft die Kraft gefehlt, sagte Dotchev. Hinzu kommen die anhaltenden Verletzungssorgen.

Gegen Wiesbaden musste Linksverteidiger Niko Bretschneider angeschlagen den Platz verlassen. Für ihn kam Leroy Kwadwo in die Partie. Und genau über dessen Seite wurde das 0:1 eingeleitet. „Wir haben beim Gegentor nicht gut verteidigt“, sagte Dotchev. So sei man für einen der wenigen Fehler direkt bestraft worden.

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Zudem bereitet Stürmer Aziz Bouhaddouz Sorgen. Der Angreifer bekam kurz nach seiner Einwechslung einen Schlag auf die Achillessehne und humpelte über den Platz. Sein Einsatz in Dortmund ist ebenso fraglich wie der von Moritz Stoppelkamp. Immerhin Routinier Marvin Bakalorz könnte gegen den BVB nach zuletzt zwei kurzen Einsätzen erstmals von Beginn an für den MSV auflaufen. „Ich kann mir schon vorstellen, dass ich ihn in Dortmund bringe“, sagte Dotchev. Allerdings nur, wenn sich der Spieler das zutraut.