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MSV Duisburg: Sportdirektor Ivica Grlic entschuldigt sich bei MSV-Fans für Lettieri-Rückkehr

„War ein Fehler“ : Sportdirektor Grlic entschuldigt sich bei MSV-Fans für Trainer-Verpflichtung

Gino Lettieris zweite Amtszeit als MSV-Coach dauerte nur zweieinhalb Monate. Sportdirektor Ivica Grlic räumte nun ein, Fehler bei der Besetzung der Trainer-Position gemacht zu haben – und entschuldigte sich bei den Fans.

Zwei Siege, vier Unentschieden, sechs Niederlagen – diese Bilanz kostete Gino Lettieri nach zwölf Spielen den Job als MSV-Cheftrainer. Die zweite Amtszeit des 54-Jährigen dauerte damit lediglich zweieinhalb Monate.

Im Zuge der Vorstellung des neuen Trainers Pavel Dotchev räumte Sportdirektor Ivica Grlic nun öffentlich ein, Fehler bei der Besetzung der Trainer-Position gemacht zu haben. „Ich habe bei der Verpflichtung von Gino daran geglaubt, dass wir mit ihm zurück in die Erfolgsspur finden werden“, sagte Grlic und betonte selbstkritisch, dass es mit Blick auf die vergangenen Wochen ein Fehler gewesen sei, Lettieri zurückgeholt zu haben. Er wolle die Gelegenheit daher nutzen, um sich „bei den Fans zu entschuldigen“, erklärte der frühere MSV-Profis: „Wenn man Fehler macht, gehört es dazu, diese zuzugeben.“

Viele Anhänger des Revierklubs hatten die Lettieri-Rückkehr, der bereits von Juli 2014 bis November 2015 als Coach beim Revierklub tätig war, schon im Vorfeld als Fehler bezeichnet. Aufgrund der Rückholaktion und der Transferplanung im Sommer geriet Grlic ins Kreuzfeuer der Kritik. Nach der Entlassung von Lettieri hatten viele Anhänger daher auch den Rauswurf von Grlic gefordert.

Die kritischen Stimmen hat Grlic durchaus wahrgenommen. „Sie sagen, was sie denken“, sagte Grlic, der die Ehrlichkeit der Menschen in Duisburg schätze. Der 45-Jährige musste aber auch zugeben, dass die Kritik nicht spurlos an im vorübergegangen sei: „Gerade dann, wenn es unter die Gürtellinie geht.“

Doch das Kapitel Lettieri sei nun abgehakt. „Ich hoffe, dass wir nun gemeinsam an einem Strang ziehen und den Klassenerhalt schaffen“, sagte Grlic. Nach 22 Spielen ist der MSV mit 21 Punkten Tabellenvorletzter in der 3. Liga. Zum rettenden Ufer fehlt jedoch nur ein Punkt. Grlic ist überzeugt davon, dass die Zebras unter Dotchev den Klassenerhalt schaffen werden: „Er hat die Energie und Power dafür.“

Dotchev, der erst vor wenigen Tagen bei Ligakonkurrent Viktoria Köln entlassen worden war, stellte bei seiner Vorstellung direkt klar, dass er nicht nach Duisburg gekommen sei, „weil ich das Geld brauche“. „Ich bin hier, weil ich eine Perspektive sehe und weiß, dass wir es schaffen können“, erklärte Dotchev, der intensiv mit Interimstrainer Uwe Schubert zusammenarbeiten möchte. Dieser hatte die Mannschaft zuletzt beim 3:1-Erfolg gegen den VfB Lübeck betreut. „Er kennt den Verein besser, als jeder andere hier. Daher wollen natürlich von seiner Erfahrung und profitieren. Wir müssen alle an einem Strang ziehen.“

Die Mission Klassenerhalt beginnt für den neuen Trainer mit zwei Auswärtsspielen. Am kommenden Montag, 8. Februar, gastieren die Zebras beim 1. FC Saarbrücken, danach geht es zum Halleschen FC (Samstag, 13. Februar).