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MSV Duisburg schlägt den SC Freiburg II mit 3:1 - Moritz Stoppelkamp mit Tor und zwei Vorlagen

Zebras bestätigen Aufwärtstrend : Glänzend aufgelegter Stoppelkamp führt MSV zum Heimsieg

Die Stimmung beim MSV Duisburg wird immer besser. Angeführt vom starken Moritz Stoppelkamp besiegen die Zebras die Zweitvertretung des SC Freiburg. Beim 3:1 zeigen sich die Duisburger vor allem bei Standardsituationen brandgefährlich.

Wie gut die Stimmung derzeit in Duisburg ist, zeigte sich bereits kurz vor dem Anpfiff gegen die Zweitvertretung des SC Freiburg: Geschlossen ging die Mannschaft inklusive Ersatzspieler nach dem Warmmachen vor die Fankurve, wo sie mit lauten Anfeuerungsrufen und Applaus empfangen wurde. Keine Spur mehr vom schwierigen Verhältnis der vergangenen Saison. Man zieht wieder an einem Strang – und das scheint sich auszuzahlen: Der MSV bestätigte gegen den SCF seinen Aufwärtstrend. Und wie.

Zum Abschuss des vierten Spieltags der 3. Liga besiegten spielfreudige Zebras die Reserve der Freiburger mit 3:1 (1:0) und feierten damit den zweiten Sieg in Serie. Joshua Bitter (30.), Aziz Bouhaddouz (49.) und der glänzend aufgelegte Jubilar Moritz Stoppelkamp (58.) sorgten mit ihren Toren für die Saison-Punkte fünf, sechs und sieben. Philipp Fahrner traf für die Gäste (68).

Duisburgs Trainer Torsten Ziegner veränderte seine Startelf im Vergleich zum 1:0-Auswärtssieg beim FSV Zwickau lediglich auf einer Position: Casper Jander ersetzte Marlon Frey, der aufgrund von Magenproblemen fehlte. Der 19-Jährige stand bereits am ersten Spieltag von Beginn an auf dem Feld.

Vor 9731 Zuschauern entwickelte sich von Beginn an ein intensives, teilweise aber auch zerfahrenes Spiel, geprägt von Fehlpässen und Fouls. Den Hausherren fiel der Spielaufbau zunächst schwer, weil die Freiburger die Ziegner-Elf mit Forechecking gekonnt unter Druck setzten. Zudem ließ die bis dato beste Defensive der Liga (ein Gegentor) den Duisburgern wenig Raum für Kombinationen.

So war es nicht verwunderlich, dass die erste Chance aus einer Standardsituation heraus resultierte: Nach einer Ecke von Moritz Stoppelkamp kam Marvin Bakalorz unbedrängt zum Kopfball, scheiterte aber am gut reagierenden SCF-Torhüter Noah Atubolu (14.). Kurz darauf forderten die Duisburger Elfmeter: Freiburgs Philipp Treu traf bei seiner Rettungsaktion gegen Alaa Bakir sowohl Mann als auch Ball – und hatte Glück, dass die Pfeife von Schiedsrichter Konrad Oldhafer stumm blieb (15.).

Dann reagierte MSV-Torhüter Vincent Müller erstmals glänzend. Mit dem Fuß wehrte Müller den Schuss von Vincent Vermeij, der zwischen 2019 und 2021 für die Zebras stürmte, ab (20.). Die Partie nahm nun immer mehr Fahrt auf, beide Teams suchten den Weg nach vorne.

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Daran änderte aus Duisburger Sicht auch der verletzungsbedingte Wechsel von Alaa Bakir nichts, für den Bouhaddouz in die Partie kam. Niklas Kölle erkämpfte auf der linken Seite den nächsten Eckball – und dieses Mal klingelte es. Joshua Bitter köpfte die Stoppelkamp-Flanke zur Führung ein. Eine ähnliche Variante hatte den Duisburgern schon im Derby gegen Essen zu einem Tor-Erfolg verholfen.

Mit der Führung im Rücken drückte der MSV zu Beginn des zweiten Durchgangs auf den zweiten Treffer. Eine Hereingabe von Marvin Ajani verpasste Bouhaddouz zunächst nur um wenige Zentimeter (47.). Doch nur 60 Sekunden später war die Freiburger Defensive erneut geknackt. Dieses Mal nickte Bouhaddouz eine Ecke von Stoppelkamp ein.

Trotz der nun beruhigenden Führung blieb der MSV am Drücker. Allen voran Stoppelkamp war in seinem 100. Drittligaspiel kaum zu stoppen. In der 58. Minute krönte Duisburgs Kapitän seine Leistung mit einem Traumtor. Von der Strafraumgrenze schlenzte der 35-Jährige, der nun bereits fünf Scorerpunkte (zwei Tore, drei Vorlagen) auf dem Konto hat, den Ball ins Netz. „Der MSV ist wieder da, der MSV ist wieder da“ und „Oh, wie ist das schon“ hallte es anschließend durch die Arena. An der ausgelassenen Stimmung änderte auch das Gegentor durch Fahrner nichts mehr. Zu abgeklärt und entschlossen präsentierten sich die Duisburger Defensive, die kaum noch in große Verlegenheit geriet.

Weiter geht es für die Mannschaft von Trainer Ziegner am kommenden Sonntag, 21. August, beim SV Meppen (14 Uhr).

Duisburg: Vincent Müller - Bitter, Mai, Senger, Kölle - Jander (71. Stierlin), Bakalorz (80. Fleckstein) - Ajani (71. Hettwer), Bakir (28. Bouhaddouz), Stoppelkamp - Ekene (80. Phillip König). - Trainer: Ziegner

Freiburg: Atubolu - Julian Stark (63. Braun-Schumacher), Hoti, Makengo (46. Tan-Kenneth Schmidt) - Treu (46. Fahrner), Robert Wagner, Lienhard (46. Kehl), Guttau - Burkart, Vermeij, Knappe (63. Ontuzans). - Trainer: Stamm

Schiedsrichter: Konrad Oldhafer (Hamburg)

Tore: 1:0 Bitter (30.), 2:0 Bouhaddouz (49.), 3:0 Stoppelkamp (58.), 3:1 Fahrner (68.)

Zuschauer: 9731

Gelbe Karten: Fleckstein - Julian Stark

(old)