MSV Duisburg: Petar Sliskovic ist der Hoffnungsträger im Angriff

MSV Duisburg : Petar Sliskovic will „in jedem Spiel treffen“

MSV-Neuzugang Petar Sliskovic ist der neue Hoffnungsträger im Angriff des Drittligisten. Der Mannschaft wäre schon enorm geholfen, wenn er die mageren Torquoten seiner Vorgänger nachhaltig übertrifft.

Die Messlatte liegt nicht hoch, sie befindet sich in Bodennähe. In der letzten Zweitliga-Saison verbuchte der MSV Duisburg gerade einmal sechs Stürmertore, wobei John Verhoek in der Liga leer ausging und nur einmal im DFB-Pokal traf. Es dürfte nicht zu viel verlangt sein, von Petar Sliskovic zu erwarten, dass er diese Quote beim Fußball-Drittligisten in der neuen Saison im Alleingang toppt. Der Neuzugang vom VfR Aalen ist der neue Hoffnungsträger in der Duisburger Offensive.

Der Stürmer gibt sich zu diesem Thema zwar defensiv – „Ich mache mir da keinen Druck“ – schaltet aber schnell in den Angriffsmodus um: „Natürlich will ein Stürmer möglichst in jedem Spiel treffen.“ In der jüngeren Vergangenheit erzielte der Kroate brauchbare Quoten. Beim Drittliga-Absteiger VfR Aalen, für den er in der Rückrunde der vergangenen Saison spielte, erzielte er in 16 Spielen sechs Tore. Im ersten Halbjahr war er in Regionalliga Nordost beim späteren Insolvenzklub Viktoria 89 Berlin in 15 Begegnungen neunmal erfolgreich.

Petar Sliskovic ist im zweiten Anlauf in Duisburg gelandet. Ein Leihgeschäft mit dem Bundesligisten 1. FSV Mainz 05 war im Jahr 2011 kurzfristig geplatzt. „Der damalige MSV-Trainer Milan Sasic wollte mich unbedingt haben, Mainz ließ mich aber nicht gehen“, blickt der Stürmer zurück.

2011 wäre Sliskovic als junger, talentierter Stürmer zum MSV gekommen, nun ist er als routinierter Spieler mit viel Erfahrung bei den Meiderichern angekommen. Als 28-Jähriger gehört er neben Marvin Compper (34), Moritz Stoppelkamp (32) und Sebastian Neumann (28) zu den Spielern, die in der neuen jungen Mannschaft Führungsrollen einnehmen sollen. Der Neuzugang bringt auch Erfahrung aus dem Drittliga-Geschäft mit. 68 Partien stehen auf dem Konto. Trainer Torsten Lieberknecht kann somit auf einen Spieler setzen, der keine Eingewöhnungszeit im Meisterschaftsalltag braucht. Der Coach sieht im neuen Angreifer einen Mann mit Persönlichkeit, der die jungen Spieler mitnehmen kann.

Sliskovic berichtet von „positiven Gesprächen“ mit Sportdirektor Ivica Grlic. „Was der MSV mit seiner neuen Mannschaft vorhat, ist spannend“, sagt der Stürmer. Petar Sliskovic misst 1,93 Meter, sein neuer Sturmkollege beim MSV, Vincent Vermeij, bringt es sogar auf 1,96 Meter. Die beiden Stoßstürmer bringen somit nicht nur die Voraussetzungen mit, im Strafraum Präsenz zu zeigen. Dank ihrer Körpergröße haben sich auch das Zeug, die Lufthoheit vor dem gegnerischen Tor zu erobern.

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