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MSV Duisburg: Moritz Stoppelkamp macht Klub Liebeserklärung - „Bin bei meinem Herzensverein“​

„Bin bei meinem Herzensverein“ : Stoppelkamp mit Liebeserklärung an den MSV

Moritz Stoppelkamp war mit drei Torbeteiligungen gegen die Zweitvertretung des SC Freiburg einmal mehr der entscheidende Mann für den MSV Duisburg. Und das in seinem 100. Drittligaspiel für den Klub. Nach der Partie machte der 35-Jährige seinem „Herzensverein“ eine Liebeserklärung.

Als die Spieler des MSV Duisburg nach dem 3:1-Sieg gegen die Zweitvertretung des SC Freiburg von den knapp 10.000 Fans in der Arena frenetisch gefeiert wurden, war Moritz Stoppelkamp mittendrin. In vollen Zügen kostete der Kapitän das Glücksgefühl aus. Viel besser hätte der Abend für den Routinier nicht laufen können. Mit drei Torbeteiligungen war er einmal mehr Spieler des Spiels für den MSV. Und das in seinem 100. Drittligaspiel – alle für die Zebras.

Gewusst hatte der Kapitän allerdings nichts von seinem Jubiläum. Er habe erst beim Interview mit MagentaSport davon erfahren, gab Stoppelkamp nach der Partie zu: „Das habe ich tatsächlich gar nicht auf dem Schirm gehabt. Die Zeit rennt.“

Seine eigene Leistung wollte der 35-Jährige nach seinem Gala-Auftritt jedoch nicht in den Vordergrund stellen, vielmehr lobte er die gesamte Mannschaft. „Wir haben richtig Gas gegeben in der Vorbereitung. Das zahlt sich jetzt aus. Wir sind sehr fit, das sieht man an den Spielen. Die Mannschaft lebt einfach - und davon profitiere ich natürlich vorne“, sagte Stoppelkamp, der die ersten beiden Kopfball-Tore gegen Freiburg durch Joshua Bitter und Aziz Bouhaddouz jeweils mit einem Eckball vorbereitet und das dritte Tor selbst erzielt hatte. Nun gehe es darum, kein Stück nachzulassen und dranzubleiben. Kampf und Einsatzbereitschaft, das sei es, was die Dritte Liga ausmache und von den Fans honoriert werden würde, sagte Stoppelkamp.

Doch nicht nur mit seiner Leistung lieferte der Mittelfeldspieler den Anhängern Grund zur Freude. Stoppelkamp nutzte den Moment des Sieges auch für eine Liebeserklärung an den MSV. „Ich bin jetzt bei meinem Herzensverein und werde hier meine Karriere beenden“, sagte Stoppelkamp und erklärte, dass es nicht immer nur ums Geld gehen würde, in Duisburg spiele er mittlerweile mit Herz Fußball. „Ich liebe diesen Verein“, sagte Stoppelkamp.

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Über die Stationen bei Rot-Weis Essen, Rot-Weiß Erfurt, Rot-Weiß Oberhausen, Hannover 96, 1860 München, SC Paderborn 07 und Karlsruher SC war Stoppelkamp 2017 zum MSV zurückgekehrt, für den er bereits in der Jugend gespielt hatte. Seither sind dem Kapitän in 172 Pflichtspielen für die Duisburger 60 Treffer gelungen, 47 weitere Tore bereitete er vor.

Auf die Frage, ob er aufgrund seiner Qualität nicht mehr Spiele in der Bundesliga (71 Partien) verdient gehabt hätte, gab sich der Routinier bei MagentaSport selbstkritisch. „Ich höre nicht zum ersten Mal, dass ich zu wenig Spiele im Oberhaus habe, aber ich bin so wie ich bin“, sagte Stoppelkamp, der zugab viele Fehler gemacht zu haben. Dabei habe ihm ab und an auch seine „große Klappe“ im Weg gestanden, weswegen er aber nichts nachtrauert: „Ich bereue eigentlich nichts und bin froh hier zu sein.“

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Seit 2019 trägt der Mann mit der Rückennummer 10 bei den Zebras nun schon die Kapitänsbinde. Über die Jahre ist aus dem Offensivspieler eine echte Führungskraft geworden. Es erfülle ihn mit Stolz, dass er als gebürtiger Duisburger diese Rolle ausfüllen darf, sagte Stoppelkamp im Interview mit unserer Redaktion.

Mindestens bis Sommer 2023 wird Stoppelkamp noch die Schuhe für seinen Meidericher Spielverein schnüren. Nach seinem Karriereende soll der Mittelfeldspieler zudem anderweitig in die Vereinsarbeit eingebunden werden.