MSV Duisburg: Lieberknecht fordert schnörkelloses Spiel

MSV Duisburg : Lieberknecht fordert schnörkelloses Spiel

Der Trainer des Zweitligisten MSV Duisburg appelliert an seine Mannschaft, unkomplizierter zu agieren. Beim Schlusslicht FC Ingolstadt soll der Knoten endlich platzen. Moritz Stoppelkamp kann womöglich auflaufen.

Schönschrift ist kein Fach, das für die Versetzung wichtig ist. Mathematik durchaus. Torsten Lieberknecht, der Trainer des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg weiß das und würde es gern sehen, wenn seine Spieler ein paar Schnörkel weniger auf den Platz malen. Dafür sollten sie zum Punktekonto möglichst viele Zähler addieren. Die Rechenleistung der Zebras ist nach zehn Partien in der neuen Saison nämlich ungenügend.

Dem Rat des Coaches folgend hier alles Wissenswerte zur Partie am Sonntag um 13.30 Uhr beim FC Ingolstadt – ohne weitere Kringel zu drehen: Die Partie ist ein echtes Kellerduell. Der MSV reist als Vorletzter zum Schlusslicht. Beide Teams haben nur fünf Punkte auf dem Konto. Der Gastgeber ist vorn mit neun Toren ebenfalls eher schussschwach, hat aber bereits 23 Treffer kassiert. Ingolstadt fühlt den Druck im „Siegen-sonst-Licht-aus“-Spiel besonders. Die letzten sechs Spiele gingen verloren. Trainer Alex Nouri fuhr seit Amtsantritt vier Niederlagen ein.

Der MSV holte seine fünf Zähler alle auswärts, schoss sieben seiner neun Tore beim „Fremdgehen“. Die Elf in hoher Abstiegsnot fährt auch nach Bayern, um zu gewinnen, wie Mittelfeldkönner Cauly Oliveira Souza erklärt. Nach dem 0:1 gegen St. Pauli versuchen die Zebras zurück in die Spur zu finden, so sagt es der Coach. Er muss dafür aufs Personal schauen. Für Joe Gyau kommt ein Einsatz zu früh. Der lädierte Fuß zwingt zur Schonung. Wieder eine Option ist dafür Moritz Stoppelkamp. Der Mittelfeldspieler mit Offensivdrang nahm in dieser Woche wieder am Mannschaftstraining teil. Der Coach will sich bis Samstag mit Stoppelkamp über Art und Dauer eines Einsatzes abstimmen. Der Trainer mag die Partie keineswegs als Endspiel sehen, spricht aber davon, dass das Spiel „einige Brisanz hat“. Die Schanzer müssen unbedingt was holen. Der MSV fühlt aber ebenfalls den Druck. Gelingt am Sonntag nichts, dann wird es sehr schwer, den erhofften Anschluss an die rettenden Plätze zu bekommen. Lieberknecht verweist aber auf „den langen Weg“, den man gehen müsse und dass selbst nach der Partie noch 23 Spiele auf dem Zettel seien. Zur Aufstellung und taktischen Ausrichtung sagt er nichts. Das ist keine Überraschung. Was er aber erklärt ist, dass man gegen Köln und St. Pauli kein Tor aus dem Spiel heraus bekommen habe.

Übersetzt: Gute Abwehrarbeit ist ihm wichtig. Zwei Tore schluckte der MSV nach Ecken. Cauly Souza versprach, dass man da besser aufpassen werde. Und dann will der Trainer eben, dass seine Kicker möglichst zielstrebig und ohne Schleifchen spielen. Die angestrebte Summe aller Bemühungen lässt sich exakt berechnen: drei Punkte.

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