MSV Duisburg kämpft um die Lizenz für die Dritte Liga

MSV Duisburg : Der Endspurt für die Lizenz

Bis Dienstag, 17 Uhr, muss der Zweitliga-Absteiger die Unterlagen in der DFB-Zentrale einreichen. Er wird dann wohl erst Mitte Juni wissen, ob er die Lizenz für Liga drei erhält. Dies erschwert die Kaderplanung von Sportdirektor Ivica Grlic enorm.

Am nächsten Mittwoch jährt sich zum sechsten Mal der Tag, an dem der MSV Duisburg in den Abgrund stürzte. Am 29. Mai 2013 teilte die Deutsche Fußball-Liga dem MSV mit, dass er die Lizenz für die Zweite Fußball-Bundesliga nicht erhalten wird. Aktuell ist der kommende Dienstag, 28. Mai, für den MSV der entscheidende Tag. Bis um 17 Uhr müssen dem Deutschen Fußball-Bund die nachgebesserten Unterlagen der Zebras im Lizenzierungsverfahren der Dritten Liga vorliegen.

Der DFB hatte dem MSV nach Prüfung der Unterlagen Bedingungen aufgebrummt. Der Zweitliga-Absteiger muss unter anderem eine Liquiditätslücke schließen. Geschätzt drei Millionen Euro fehlten. „Wir haben 20 Positionen an den DFB geschickt“, erklärte MSV-Pressesprecher Martin Haltermann gegenüber der Redaktion. Was er überdies sagte: „Wir sind weiterhin zuversichtlich, dass wir die Bedingungen erfüllen.“

Präsident Ingo Wald und Geschäftsführer Peter Mohnhaupt hatten zuletzt mehrfach „vorsichtigen Optimismus“ geäußert. Ein entspanntes Wochenende steht den Verantwortlichen trotzdem nicht bevor. Wie der MSV-Sprecher weiter erläuterte, geht es in diesen Tagen nun darum, „die Dinge zu finalisieren und fixieren“. Zudem stehe der Klub im ständigen Kontakt mit dem DFB. Ziel sei es, die Unterlagen bereits einen Tag vor Ablauf der Frist am Montag in die DFB-Zentrale nach Frankfurt zu übermitteln. Sicher ist sicher.

Einen dicken Fels räumten die Mitglieder des Stadtrats am Montag aus dem Weg. Im nichtöffentlichen Teil der Ratssitzung genehmigten die Kommunalpolitiker eine Finanzspritze in Höhe von einer Million Euro an die Stadionprojekt-Gesellschaft. Somit reduziert sich die Arena-Miete für die kommende Saison von 600.000 auf 50.000 Euro. Auch Neben- und Betriebskosten verirngern sich. Der MSV spart zudem Personalkosten in seiner Geschäftsstelle ein. So verlängerte der MSV mehrere befristete Verträge nicht mehr. Betriebsbedingte Kündigungen gibt es nach Vereinsangaben nicht.

Wann der MSV Klarheit über den Ausgang des Lizenzverfahrens hat, ist offen. Der DFB teilte mit, die Entscheidungen „spätestens bis zum 15. Juni, meist etwas früher“ bekannt zu geben. Am 12. Juni steht in Meiderich der Trainingsauftakt an. So könnte es sein, dass die Zebras bereits üben, bevor sie wissen, ob sie tatsächlich auch in der Dritten Liga um Punkte kämpfen dürfen.

Erst nach dem Erhalt des Bescheids aus der DFB-Zentrale kann der MSV seinen Spieleretat für die kommende Saison aufstellen. Das erschwert die Arbeit von Sportdirektor Ivica Grlic. Der Manager kann zwar schon jetzt Spielerverträge verlängern oder Neuzugänge verpflichten. Ohne ein konkretes Zahlenwerk ist die Kaderplanung für die Verantwortlichen aber derzeit ein Blindflug.

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