MSV Duisburg hilft 2:2 gegen Arminia Bielefeld nicht weiter

MSV Duisburg : Dieser Punktgewinn hilft dem MSV nicht weiter

Das Schlusslicht erreicht im Heimspiel gegen Arminia Bielefeld nur ein 2:2 und verpasst damit den lebenswichtigen Sieg. Der Rückstand auf Rang 16 beträgt drei Spieltage vor Saisonschluss fünf Punkte. Zudem haben die Zebras das schlechtere Torverhältnis.

Der MSV Duisburg brauchte gegen Arminia Bielefeld einen Sieg als Luft zum Atmen. Doch es hat nicht gereicht. Die Zebras mussten sich am Montagabend mit einem 2:2 (1:1) begnügen. Damit beträgt der Rückstand der Duisburger auf den Relegationsrang drei Spieltage vor dem Saisonende fünf Punkte. Hinzu kommt das schlechte Torverhältnis.

Mal wieder eine Überraschung des Trainers: Torsten Lieberknecht setzte auf der rechten Verteidiger-Position auf Enis Hajri. Stammkraft Andreas Wiegel saß dafür auf der Bank. Borys Tashchy kam zu seinem ersten Startelf-Einsatz seit dem Hinspiel in Bielefeld am 25. November. Lieberknecht setzte auf ein 4-4-2-System mit Mittelfeldraute. Neben Tashchy stürmte Stanislav Iljutcenko.

Die letzte Chance, mit dem Rücken zur Wand, unbedingt gewinnen wollen. Alles das war in den letzten Tagen zu hören gewesen. Schon in der siebten Minute wurde der Druck noch größer. Bielefeld ging in Führung – und das mit einfachen Mitteln. Fabian Klos kam über die rechte Seite, MSV-Innenverteidiger Dustin Bomheuer hob das Abseits auf, und Andreas Voglsammer verwertete den Pass zum 0:1.

Moritz Stoppelkamp verdiente sich beim Treffer zum 1:1 einen Assist. Foto: Getty/Christof Koepsel

In der 13. Minute verhinderte MSV-Torwart Felix Wiedwald das 0:2, indem er gegen Patrick Weihrauch aus kurzer Distanz mit einem Reflex zur Stelle war. Drei Minuten später hatte der MSV Glück, als Jonathan Clauss den Pfosten traf. Die Duisburger schienen auch in dieser Partie nicht begriffen zu haben, worum es an diesem Abend ging.

Es sah böse aus, doch die Zebras bekamen doch noch die Kurve. In der 20. Minute setzte sich Moritz Stoppelkamp auf der rechten Seite durch, spielte einen langen Ball in den Strafraum. Stanislav Iljutcenko stand am zweiten Pfosten goldrichtig und traf zum 1:1. In der 28. Minute hätte Enis Hajri mit einem Kopfball nachlegen können, doch der Bielefelder Torhüter Stefan Ortega verhinderte mit einer Glanzparade die Duisburger Führung. Bis zur Pause verflachte die Partie, keines der beiden Teams konnte Akzente setzen.

Havard Nielsen rackerte im offensiven Mittelfeld. Foto: Christof Koepsel

Zur Pause wechselte Lieberknecht. Für Cauly Oliveira Souza kam Tim Albutat. Der Ex-Freiburger spielte auf der „Sechs“, dafür orientierte sich Fabian Schnellhardt mehr in die Offensive Die erste Chance im zweiten Durchgang erhielt Bielefeld – mit Unterstützung der Gastgeber. Gerrit Nauber vertändelte den Ball im Mittelfeld, doch Felix Wiedwald reagierte schnell und kam vor Fabian Klos, der frei durch gewesen wäre, an den Ball.

In der 59. Minute zeigte Schiedsrichter Michael Bacher zum Entsetzen der Duisburger auf den Elfmeterpunkt. Wie schon im letzten Spiel gegen den SV Sandhausen war Dustin Bomheuer in die Aktion verwickelt. Fabian Klos kam gegen ihn zu Fall. Diesmal war es keine Fehlentscheidung, aber zumindest eine harte Entscheidung gegen den MSV. Andreas Voglsammer trat in der 61. Minute zum Elfmeter an und traf zum 1:2. Torwart Wiedwald war am Ball, konnte ihn jedoch nicht abwehren.

Borys Tashchy (links) stand erstmals seit November wieder in der Startel. Foto: dpa/Guido Kirchner

In der 67. Minute holte der Bielfelder Brian Behrendt Stanislav Iljutcenko, der frei durch war, kurz vor dem Strafraum von den Beinen. Behrendt kassierte für seine Notbremse die Rote Karte. Freistoßspezialist Kevin Wolze zirkelte den Ball zum 2:2 ins Netz.

Der Ausgleichstreffer gab den Duisburgern neuen Rückenwind. Die Zebras erhöhten das Risiko. Lieberknecht nahm Innenverteidiger Gerrit Nauber aus dem Spiel und brachte mit Ahmet Engin eine weitere Offensivkraft. Der MSV drückte weiter. Moritz Stoppelkamp scheiterte in der 78. Minute mit einem Schuss aus 20 Metern. In der 86. Minute parierte Ortega den Ball bei einer Direktannahme von Havard Nielsen. Der finale Sturmlauf war vergebens.

Kurz vor Schluss der Partie kassierte Kevin Wolze auch noch seine zehnte Gelbe Karte. Damit ist er für das Auswärtsspiel der Zebras bei Holstein Kiel am kommenden Sonntag gesperrt.

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