MSV Duisburg hat Personalprobleme in der Defensive

MSV Duisburg: MSV Duisburg bangt um Kevin Wolze

Der Kapitän des Zweitligisten zog sich einen Pferdekuss am Knie zu und konnte am Mittwoch nur eine Laufeinheit bestreiten. Der 28-Jährige hat noch keine Pflichtspielminute verpasst. Ob es für einen Einsatz gegen Heidenheim reicht, ist fraglich. Trainer Torsten Lieberknecht muss für die Defensive somit mehrgleisig planen.

Jetzt auch noch Kevin Wolze! Dem Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg droht beim Auswärtsspiel beim 1. FC Heidenheim am Samstag (13 Uhr) im Defensivbereich der Ausfall eines weiteren Stammspielers. Wolze erhielt bei der 0:4-Niederlage gegen Holstein Kiel am vergangenen Samstag einen Schlag gegen das Knie. Der 28-Jährige plagt sich mit einem klassischen Pferdekuss herum. Am Mittwoch konnte der Kapitän lediglich eine Laufeinheit absolvieren.

Man müsse abwarten, ob es für einen Einsatz in Heidenheim reicht, sagte MSV-Pressesprecher Martin Haltermann am Mittwoch. Mit Dustin Bomheuer, der sich im Kiel-Spiel einen Muskelfaserriss zugezogen hat, ist eine Stammkraft im Meidericher Defensivverbund bereits bis zum Jahresende außer Gefecht.Somit muss sich Lieberknecht in Hinblick auf die schwere Aufgabe an der Brenz nicht nur mit taktischen Fragen befassen, sondern auch im personellen Bereich mehrgleisig planen.

Noch ohne Spielpraxis: der Koreaner Young-jae Seo. Foto: FUNKE Foto Services/Oliver Mengedoht

Zu Wochenbeginn schien lediglich Bomheuers Posten in der Innenverteidigung zur Disposition zu stehen. Nun muss der Trainer auch für die linke Außenbahn, die Wolze gegen Kiel vor einer Dreierkette offensiv bespielte, einen Plan B in der Tasche haben.

Hier ist Enis Hajri, der in den vergangenen drei Partien zum Einsatz kam, ein ernsthafter Kandidat. Er könnte sowohl in der Innenverteidigung als auch auf der linken Seite spielen. Für den Part hinten links steht auch der Koreaner Young-jae Seo parat. Der 23-Jährige, der im Sommer vom Hamburger SV II zu den Zebras wechselte, hat in Liga und DFB-Pokal noch keine Minute Spielpraxis – das Gegenstück zu Kevin Wolze, der noch keine Pflichtspielminute verpasste.

Erst seit neun Tagen wieder im Training: Sebastian Neumann. Foto: T.Tillmann/Tillmann

Auch Sebastian Neumann ist wieder eine Option. Der 27-Jährige stieg nach seiner langwierigen Hüftblessur allerdings erst vor neun Tagen wieder ins Mannschaftstraining ein. Seinen letzten Einsatz bestritt er beim 2:1-Sieg in Köln am 8. Oktober. Fehlende Wettkampfpraxis sieht Torsten Lieberknecht allerdings nicht als Ausschlusskriterium: „Für eine Partie ist alles möglich.“ Neumann, der um eine Hüftoperation dank einer erfolgreichen konservativen Behandlung herumkam, ist ohne Beschwerden im Trainingsbetrieb am Ball.

Auch in der Innenverteidigung eine Option: Lukas Fröde. Foto: FUNKE Foto Services/Oliver Mengedoht

Bleibt als weitere Alternative für die Innenverteidigung Lukas Fröde. Der defensive Mittelfeldspieler kann auch in der Abwehrzentrale wirken. In der vergangenen Saison war er beim 0:0 bei Union Berlin Bestandteil einer Fünfer-Abwehrkette und sorgte dabei für Stabilität.

Um 13 Uhr bestreiten die Zebras heute in Meiderich eine Trainingseinheit, morgen sind sie um 10 Uhr im Einsatz, ehe die Mannschaft per Bus nach Heidenheim reisen wird. Kevin Wolze hofft, bis dahin fit zu sein. Für das Gastspiel an der Brenz hat sich der Kapitän viel vorgenommen: „Wir müssen wieder den Kopf aufrichten und wollen ein gutes Ergebnis erzielen.“

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