MSV Duisburg: Grlic will von einer Krise nichts wissen

MSV Duisburg : Ivica Grlic will von einer Krise nichts wissen

Der Sportdirektor verweist nach den Auftakt-Niederlagen des MSV darauf, dass der Zweitligist auch viele Dinge gut gemacht habe. Am Samstag können die Zebras im Pokal beim Oberligisten TuS Dassendorf Selbstvertrauen tanken.

Von einer Krise wollte Ivica Grlic, Sportdirektor des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg, am Samstag nach der 0:2-Niederlage in der Heimpartie gegen den VfL Bochum noch nichts wissen. „Wir hatten gerade erst den zweiten Spieltag“, bekräftigt der 43-Jährige. Dennoch: Der missglückte Saisonstart mit den Niederlagen in Dresden und gegen Bochum schlägt den Meiderichern aufs Gemüt. „Wir haben uns den Auftakt anders vorgestellt“, sagt Grlic.

Der Sportdirektor nutzte den Fehlstart, um die Zielrichtung des  Tabellensiebten der vergangenen Saison in Erinnerung zu rufen. „Ich habe in der Sommerpause immer wieder gesagt, dass unser Ziel im schweren zweiten Jahr nach dem Aufstieg der Klassenerhalt ist. Das gilt weiterhin“, so Grlic, der darauf verweist, dass „wir auch viele Dinge gut gemacht haben“.

Trainer Ilia Gruev (links) und Sportdirektor Ivica Grlic hatten sich den Saisonstart der Zebras anders vorgestellt. Foto: firo Sportphoto

Der Manager spricht dabei die Zweikampf-Statistik an. In beiden Ligaspielen gewann der MSV mehr Duelle als der Gegner. „In Dresden waren wir phasenweise dominant, gegen Bochum waren wir die bessere Mannschaft“, fasst Grlic seine Eindrücke zusammen. Überdies: Die falsche Schiedsrichter-Entscheidung – der Freistoß, der zum 0:1 führte – habe das Spiel auf den Kopf gestellt.

In der Liga sind die Zebras erst am Freitag, 24. August, wieder gefordert. Dann geht’s zum SV Darmstadt 98. Vorher – und dieses Spiel könnte nun zum besten Zeitpunkt kommen – spielen die Zebras am Samstag in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Hamburger Oberligisten TuS Dassendorf. Eine Partie bei einem Fünftligisten ist eine ideale Gelegenheit, die ersten Pflichtspiel-Tore zu erzielen. Stürmer John Verhoek, der gegen den VfL Bochum zunächst nur auf der Bank saß („Überrascht hat mich das schon, ich habe meine Arbeit gemacht“), will das aber nicht am Wettbewerb und erst recht nicht an der Liga-Zugehörigkeit des Gegners festmachen. „Jeder Sieg und jedes Tor gibt uns Vertrauen“, sagt der Niederländer.

Gelegenheiten, Tore zu erzielen, hatten die Duisburger in ihren beiden bisherigen Punktspielen genügend. In Dresden verbuchte der MSV Duisburg fünf brauchbare Offensivaktionen, gegen Bochum waren es in der Arena mehr als doppelt so viele. Das sollte in der Regel reichen, um dem Gegner Schmerzen zuzufügen. „Wenn wir vorne nur jede dritte Chance nutzen, sieht die Sache auch schon ganz anders aus“, sagt Innenverteidiger Gerrit Nauber, der nachschiebt: „Ich will da aber gar keinen Druck ausüben. Positiv ist, dass wir uns die Chancen erspielen. Irgendwann haben wir auch das Glück, dass die Dinger vorne reingehen.

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