MSV Duisburg gewinnt Testspiel gegen Wuppertaler SV mit 3:1

Geheimes Vorbereitungsspiel : MSV Duisburg reist mit Testspiel-Sieg ins Trainingslager

Der Drittligist fährt am Samstag in die Niederlande, um sich dort eine Woche lang intensiv vorzubereiten. Am Freitag hat das Team mit 3:1 gegen den Wuppertaler SV gewonnen. Ein Schriftzug der König-Brauerei soll bald das Niederrheinpokal-Trikot zieren.

Der Fußball-Drittligist MSV Duisburg will in der neuen Saison im Niederrheinpokal mit Trikots, die einen Werbeschriftzug der König-Brauerei tragen, spielen. Nach Informationen der Redaktion hat der MSV beim Fußball-Verband Niederrhein einen Antrag gestellt, mit einem Werbeträger aus der Bier-Branche spielen zu dürfen.

Der Vertrag mit dem Wettanbieter XTiP, der in den vergangenen beiden Jahren Trikot-Sponsor der Zebras war, läuft zum Monatsende aus. Einen neuen Trikotsponsor hat der MSV bislang nicht präsentiert. Am Samstag, 8. Juli, steht der offizielle Fototermin an. Im Idealfall soll der neue Geldgeber dann feststehen. Ein KöPi-Trikot wird nur möglich sein, wenn der Haupttrikot-Sponsor zustimmt, zumal zu erwarten sein wird, dass das Interesse der Fans, dieses Sondertrikot zu kaufen, groß sein wird.

In den alten Shirts bestritten die Zebras am Freitagmittag an der Westender Straße unter Ausschluss der Öffentlichkeit ein Testspiel gegen den Regionalligisten Wuppertaler SV. Wie der MSV mitteilte, gewannen die Zebras die Partie mit 3:1 (2:0). Nach Vereinsangaben traf Lukas Daschner doppelt (26., 29.) – erst mit einem Flugkopfball, dann mit einem abgefälschten Distanzschuss. Als Schützen des 3:0 führt der MSV Moritz Stoppelkamp (50.) auf. Gianluca Marzulu traf für die Gäste (58.).

Trainer Torsten Lieberknecht ließ folgende Einschätzung der Dinge übermitteln: „Das war ein gelungener Test mit vielen positiven Erkenntnissen, aber auch Momenten, in denen der Gegner uns in Situationen gebracht hat, aus denen wir lernen können.“

Über Aufstellung und Taktik machte der MSV keine Angaben, verriet aber, wer nicht mitgespielt hat. Ahmet Engin (Sehnenriss), Arnold Budimbu (Knöchelverletzung), Thomas Blomeyer (noch von einem Magen-Darm-Virus geschwächt), Sebastian Neumann (Aufbautraining), Lukas Scepanik (Prellung) und Vincent Gembalies (leicht angeschlagen) fehlten beim Test.

Bis auf Ahmet Engin reisen aber alle Spieler am heutigen Samstag ins Trainingslager in das rund 90 Kilometer entfernte Mierlo in den Niederlanden. Heute Vormittag steht noch eine Laufeinheit an der Regattabahn an, am Nachmittag geht es dann per Bus ins Nachbarland. Bis zum Samstag, 6. Juli, werden die Meidericher in den Niederlanden intensiv arbeiten. Die Hoffnung, dass der Kader bis zur Abreise komplett sein würde, erfüllte sich nicht. Im Laufe der nächsten Woche könnte das Aufgebot allerdings noch Zuwachs erhalten.

Es liegt in der Natur der Sache, dass im Zuge des großen personellen Umbruchs das Teambuilding im Trainingslager eine wichtige Rolle einnehmen wird. Lieberknecht will zudem „komplexe Einheiten absolvieren“ und „im mannschaftstaktischen Bereich“ arbeiten.

Der MSV bestreitet im Rahmen des Trainingslagers zwei Testspiele – und dies erneut in geheimer Mission. Die Zebras verweisen auf strenge Sicherheitsauflagen. Am Dienstag, 2. Juli, treffen sie auf den ukrainischen Erstligisten PFK Olexandrija. Zum Abschluss des Trainingslagers testet der MSV zudem beim niederländischen Erstligisten FC Utrecht.

Keine neue Entwicklung gibt es derweil bei Joseph-Claude Gyau, der weiterhin in den Vereinigten Staaten weilt. Der Flügelspieler will bekanntlich nicht mehr zum MSV Duisburg zurückkehren und in seinem Heimatland einen neuen Verein finden.

Torsten Lieberknecht hat Gyau ohnehin schon abgeschrieben. Für den MSV geht es nur noch um die Wechselmodalitäten und eine angemessene Ablösesumme.

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