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MSV Duisburg enttäuscht auch beim SV Meppen und verliert mit 1:2

Enttäuschende Saison endet mit Niederlage : MSV verliert auch in Meppen - Umbruch steht bevor

Für den MSV Duisburg endet eine katastrophale Saison mit einer weiteren Enttäuschung. Mit 1:2 verlieren die Zebras beim SV Meppen, der trotz des Sieges den bitteren Gang in die Regionalliga antreten muss. Im Sommer steht dem Team von Trainer Pavel Dotchev nun ein Umbruch bevor.

Der Schock und Frust nach den desaströsen Auftritten im Niederrheinpokal und zuletzt in der Liga gegen Ingolstadt saß tief bei allen Verantwortlichen des MSV Duisburg. „Es ist sehr rätselhaft, wie sich die Mannschaft verhält, wie sie es geschafft hat, so viel kaputt zu machen“, sagte MSV-Trainer Pavel Dotchev am Freitag, der sich aber nicht von der Mannschaft distanzieren wollte: „Ich gehöre zur Misere dazu“.

Am letzten Spieltag der 3. Liga ging es für die Zebras beim Auswärtsspiel in Meppen nun vor allem um einen Abschluss mit Anstand. Mit Blick auf die Partie bei den Emsländern, die unbedingt gewinnen und gleichzeitig auf Patzer der Konkurrenz hoffen mussten, sah Dotchev sein Team in der „Bringschuld“, schließlich sei man das der „Liga schuldig“.

Der MSV schaffte es jedoch nicht, sich zu rehabilitieren – und die Saison vernünftig abzuschließen. Mit 1:2 (0:1) verloren die Zebras beim SV Meppen. Trotz des Sieges müssen die Emsländer den Gang in die Regionalliga antreten. Weil der KFC Uerdingen in Mannheim 1:1 spielte, war der Doppelpack von Meppens Luka Tankulic (36./52.) am Ende bedeutungslos. Der eingewechselte Federico Palacios traf für den MSV (73.).

Insgesamt sieben Veränderungen nahm Dotchev im Vergleich zur beschämenden 2:6-Klatsche gegen Wuppertal in der Startelf vor: Torhüter Leo Weinkauf, Maximilian Sauer, Dominik Schmidt, Vincent Gembalies, Max Jansen, Wilson Kamavuaka und Darius Ghindovean rückten für Steven Deana, Tobias Fleckstein, Stefan Velkov, Connor Krempicki, Ahmet Engin, Marlon Frey und Orhan Ademi ins Team. Er wolle „frische“ Leute aufstellen, die die „nötige Einstellung“ mitbringen, hatte Dotchev angekündigt.

Von einem Aufbäumen war aber nichts zu spüren. In einer unruhigen Anfangsphase war der MSV vor allem um Stabilität bemüht, im Spiel nach vorne agierte die Dotchev-Elf eher zögerlich und fahrig. Der erste Abschluss gehörte daher den Hausherren. Einen Distanzschuss von Christian Hemlein faustete MSV-Kepper Weinkauf weg (5.). Eine Viertelstunde später blockte Gembalies einen Versuch von Tankulic. Ansonsten kam offensiv sehr wenig von den Hausherren, die unbedingt gewinnen mussten.

Nach einer guten halben Stunde half der MSV dann gehörig mit. Verteidiger Sauer brachte seinen eigenen Torhüter nach einer Freistoßflanke mit einer unglücklichen Aktion in Not. Zwar konnte Weinkauf die verunglückte Abwehraktion parieren, jedoch landete der Ball vor den Füßen von Tankulic, der sich diese Chance nicht nehmen ließ. Gegentor Nummer 66 für die Zebras. So ging das Duell schwächster Angriff gegen schwächste Defensive mit einem 1:0 für Meppen in die Pause.

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Auch im zweiten Durchgang ließen die Duisburger jegliche Leidenschaft vermissen. Ganz anders die Emsländer, die durch den Führungstreffer neue Hoffnung schöpften. Hoffnung, die in der 52. Minute noch ein Stück größer wurde. Tankulic schüttelte Gegenspieler Gemablies im Laufduell ab und traf aus gut 16 Metern zum 2:0 für die Hausherren.

Und auch wenn die Ergebnisse im Stadion nicht laut vermeldet wurden, schalteten die Hausherren nach der Führung des KFC in Mannheim merklich einen Gang zurück - und gaben dem MSV so die Chance, ins Spiel zurückzukehren.

Der MSV nutzte das für den ersten wirklichen Torschuss der Partie: Der eingewechselte Palacios versuchte es aus der Distanz (66.). Wenig später stand der Mittelfeldspieler erneut im Mittelpunkt. Ein Zuspiel vom ebenfalls eingewechselten Sinan Karweina vollendete der 26-Jährige zum Anschlusstreffer. Zu mehr reichte es aber nicht.

Für den MSV endete eine katastrophale Saison damit auf Platz 15. Geht es nach Dotchev, dessen Vertrag sich durch den Ligaverbleib automatisch verlängerte, soll nun ein Umbruch stattfinden, das Team brauche ein „Selbstreinigungsprozess“. Im Sommer bietet sich nun die Chance dazu: 19 Verträge laufen nach Aussage des Trainers Ende Juni aus.

Statistik:

Meppen: Domaschke - Ballmert, Bünning, Al-Hazaimeh, Jesgarzewski - Andermatt (64. Piossek), Egerer - Tankulic (82. Düker), Rama (64. Bozic) - Hemlein (82. Krüger), Guder (90.+1 Tattermusch). - Trainer: Rico Schmitt

Duisburg: Weinkauf - Sauer, Dominik Schmidt, Gembalies, Scepanik - Jansen, Kamavuaka (78. Frey) - Tomic, Ghindovean (73. Karweina), Stoppelkamp (60. Palacios) - Bouhaddouz (60. Ademi). - Trainer: Dotschew

Schiedsrichter: Robert Kampka (Mainz)

Tore: 1:0 Tankulic (35.), 2:0 Tankulic (52.), 2:1 Palacios (74.)

Zuschauer: keine

Gelbe Karten: Andermatt - Kamavuaka, Ghindovean, Sauer, Dominik Schmidt

(old)