1. Sport
  2. Fußball
  3. MSV Duisburg

MSV Duisburg: Coach Gino Lettieri ist gegen fünf Spielerwechsel

MSV Duisburg : MSV-Coach Gino Lettieri hält nichts von fünf Spielerwechseln

Die Manager der Fußballl-Drittligisten diskutieren in dieser Woche eine Änderung des Reglements. Am Mittwoch testen die Zebras noch ein letztes Mal.

(D.R.) Gino Lettieri konnte „zwischen den Jahren“ nur bedingt abschalten. Der Trainer des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg war auch an den vermeintlich ruhigen Tagen mit den Gedanken bei seinem Verein. Eine klassische Winterpause gibt es nicht, bereits am Sonntag findet beim FC Ingolstadt 04 das erste Pflichtspiel des Jahres statt. Am morgigen Mittwoch steht noch ein finaler Test gegen den Regionalligisten SV Rödinghausen an. Lettieri hofft nicht nur auf letzte Erkenntnisse für den Ligastart, sondern auch, dass der ein oder andere angeschlagene Spieler grünes Licht  geben kann.

Im Test gegen Wehen Wiesbaden hatte Lettieri Wilson Kamavuaka, Moritz Stoppelkamp und Orhan Ademi aufgrund von leichten Blessuren geschont. Der Coach wollte kein Verletzungsrisiko eingehen. Am Mittwoch soll das Trio wieder mitwirken. Auch Connor Krempicki, im alten Jahr mit einer Entzündung an der Patellasehne außer Gefecht, soll dann zumindest eine kurze Einsatzzeit erhalten. Auch Max Jansen fehlte gegen Wehen. Der Mittelfeldspieler klagt seit mehreren Wochen über Kniebeschwerden. Lettieri ist aber zuversichtlich, dass nun eine Wende zum Guten erfolgen wird. Jansen erhält neue Schuh-Einlagen. 

Die Gruppe der Langzeitausfälle könnte zumindest Niko Bretschneider bald wieder verlassen. Der Außenverteidiger musste sich im Dezember aufgrund eines Leistenbruchs und einer Schambeinentzündung einer Operation unterziehen. Am Mittwoch soll der 21-Jährige mit dem individuellen Training beginnen. Bei Mittelfeldspieler Mirnes Pepic ist die Rückkehr auf den Platz noch nicht in Sicht. „Er wird uns noch sehr lange fehlen“, sagte Lettieri am Montag. Pepic liegt seit mehreren Wochen mit einer hartnäckigen Muskelverletzung auf Eis. Auch eine Rückkehr von Lukas Scepanik (Pfeiffersches Drüsenfieber) ist noch nicht absehbar.

Lettieris Weihnachtswunsch – der Coach würde gerne einen Neuzugang im Mittelfeld begrüßen – ging nicht in Erfüllung. Den Wunschzettel hat der 54-Jährige nicht in den Papierkorb geworfen, der Trainer weiß aber, dass ein Transfer derzeit schwer darzustellen ist, da sein Arbeitgeber sich aktuell strecken muss, um die Nachlizenzierung zu finanzieren.

Vor dem Punktspielstart kommen in dieser Woche die Drittligaklubs zu einer Tagung zusammen. Die Vereinsvertreter diskutieren dann auch, ob statt drei wieder fünf Spielerwechsel pro Match erlaubt sein sollen. Der DFB hatte beim Re-Start im Frühjahr das Wechselkontingent erhöht, damit die Teams im engen Programm mit den Kräften haushalten konnten. Lettieri hält wenig davon, zu fünf Wechseln zurückzukehren: „Die Liga hat mit drei Wechseln angefangen, sie sollte die Saison so auch durchspielen.“ Der Duisburger Trainer befürchtet auch eine mögliche Wettbewerbsverzerrung. Klubs mit größeren Kadern könnten so einen Vorteil gegenüber anderen Vereinen, die auf Kante genäht sind, erhalten.