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MSV Duisburg: Aziz Bouhaddouz platzt der Kragen nach Heimniederlage gegen Mannheim

Nerven liegen blank : MSV-Angreifer Bouhaddouz platzt nach Heimniederlage der Kragen

Der MSV Duisburg steckt weiter in der Krise. Im Kampf um den Klassenerhalt liegen nun offenbar auch die Nerven blank. Nach dem 1:3 gegen Waldhof Mannheim platzt Angreifer Aziz Bouhaddouz der Kragen.

Der MSV Duisburg verschlief die Anfangsphase im Heimspiel gegen Waldhof Mannheim komplett. Und die Gäste nutzten die Schläfrigkeit eiskalt aus. Bereits nach 20 Minuten lagen die Zebras mit 0:2 zurück, erst danach wachte das Team von Trainer Hagen Schmidt auf. Zu spät.

Entsprechend bedient war Angreifer Aziz Bouhaddouz nach der 1:3-Niederlage, der elften insgesamt. „Wir haben in den ersten 20 Minuten geschlafen und den Kampf nicht richtig angenommen. Das ist einfach viel zu wenig für die Liga“, schimpfte Bouhaddouz am Mikrofon von „Magenta Sport“. Auch Verteidiger Oliver Steurer gab sich kritisch: „Wir haben die Anfangsphase brutal verschlafen und sind dann sehr gut zurückgekommen. Aber insgesamt war das heute leider irgendwie ein kleiner Rückschritt.“

Dabei war zumindest auf die Heimspiele beim MSV zuletzt einigermaßen Verlass gewesen. Die Niederlage gegen Mannheim hat nun aber auch die Bilanz im eigenen Wohnzimmer beschmutzt. Auch unter Trainer Schmidt scheint der MSV von einer Trendwende weiterhin ein großes Stück entfernt. „Das ist zu viel wenig und von Woche zu Woche immer die gleiche Scheiße. Das geht mir langsam auf den Keks“, sagte Bouhaddouz, der selbst zum zwischenzeitlichen 1:2 getroffen und kurz vor der Pause die Riesenchance zum Ausgleich vergeben hatte.

Einmal in Rage, schimpfte der Angreifer immer weiter und rechnete schonungslos mit seinem Team ab. „So kann man nicht auftreten und schon gar nicht am Freitagabend. Mittlerweile kann man uns ja alles vorwerfen: ob Mentalität oder Qualität.“ So schlimm wie gegen Mannheim sei es für ihn noch nie in einem Heimspiel gewesen. Vor allem die Fehler wurmten den gebürtigen Marokkaner: „Wenn wir die individuellen Fehler nicht abstellen, werden wir auch in den nächsten Spielen Probleme haben.“ Seine Forderung: „Wir müssen uns einfach den Arsch aufreißen.“

Was ihren Kampfgeist angeht, konnte man den Duisburgern nach der verschlafenen Anfangsphase jedoch keinen Vorwurf machen. Die Mannschaft war engagiert, doch fehlten vor allem im zweiten Durchgang vielmehr die Ideen, um die Defensive der Gäste zu knacken. „Irgendwann ist mal Schluss mit Reden, jetzt müssen auch mal Taten folgen“, sagte Schmidt. Dem MSV-Trainer ist bewusst, dass der Druck da ist. „Trotzdem ist es noch früh in der Saison und ich bin überzeugt davon, dass wir den Bock umstoßen werden“, sagte Schmidt. Nächster Gegner der Duisburger ist der SC Freiburg II. Sein Team müsse sich nun „ordentlich schütteln und mal das Erfolgserlebnis erzwingen“. 

(old)