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MSV Duisburg: MSV: Die Feuer sind erloschen

MSV Duisburg : MSV: Die Feuer sind erloschen

Der MSV Duisburg hält am Dienstag Abend seine zwei Mal verschobene Jahreshauptversammlung ab. In der Schauinsland-Reisen-Arena dürfte dann eine gelassene Atmosphäre vorherrschen. Nach zahlreichen Berichten steht die Wahl zum Aufsichtsrat auf der Tagesordnung.

Der MSV Duisburg hat seine Jahreshauptversammlung so oft verschoben, bis jedes Feuer aus dem Mitgliedertreffen verloschen war. Die Generalversammlung heute um 19 Uhr in der Business-Lounge der Schauinsland-Reisen-Arena verspricht ein echtes Friedensfest zu werden. Vor sechs Monaten, dem ersten angekündigten Termin, drohte noch eine Generalabrechnung. Da loderte der Machtkampf unterm Dach des Zebrastalls wie ein Brand im Heuschober. Im Januar, der zweiten avisierten Möglichkeit, hätte die Frage nach sportlicher Zukunft und den finanziellen Sorgen um den Profibetrieb die Stimmung entweder eingetrübt oder aufgeheizt.

Kein Theaterdonner

Nun aber kann Versammlungsleiter Andreas Rüttgers gelassen durch die Tagesordnung mit 15 Punkten führen. Mit Platz zehn hat das Team brauchbar die Saison beendet. Die Lizenz für die neue Spielzeit hat der MSV ebenfalls. Die neue Mannschaft steht, und hinter den Kulissen hat auch schon lange kein Theaterdonner mehr gegrollt. Stattdessen hat sich der MSV inzwischen ein Leitbild gegeben, in dem das Wort Fairness auftaucht.

Den Berichten des Vorstands mit Andreas Rüttgers (Nachfolger von Dieter Steffen) an der Spitze und des Aufsichtsrats, geführt von Udo Kirmse (Nachfolger von Hans-Werner Tomalak), werden die Turbulenzen der Vergangenheit entspannt nachzeichnen. Als sich die Mitglieder am 11. April 2011 zum letzten Mal trafen, hatte noch keiner ahnen können, dass sie heute von einer komplett neuen Führungsmannschaft begrüßt werden. Inzwischen hat man sich an die Neuen gewöhnt. Der Bericht zu den Finanzen des Klubs lässt ebenfalls keine Haare grau werden. Es steht der Etat des Vereins, der nicht der Wirtschaftsbetrieb MSV Duisburg ist, zur Berichterstattung und Diskussion.

Drei Plätze, fünf Bewerber

Was bleibt weiter zu tun? Es stehen Wahlen zum Aufsichtsrat an. Die Amtszeit von König-Mann Edgar Kaspers und Unternehmer Peter Dahmen ist planmäßig abgelaufen. Beide stellen sich jedoch zur Wiederwahl. Robert Philipps stieg in den Vorstand auf. Sein Posten ist wiederzubesetzen. Für die drei Plätze im Aufsichtsrat bewerben sich neben Kaspers und Dahmen: Friedhelm Kopka (60, Direktor Informationstechnologie bei ThyssenKrupp), Jörg Sadzio (42, selbständiger Unternehmer) und Andreas Tiedmann (48, Niederlassungsleiter bei Zeppelin Baumaschinen).

(kew)