Havard Nielsen spielt bei Fortuna Düsseldorf keine Rolle mehr

Leihspieler des MSV Duisburg muss wohl neuen Verein suchen : Nielsen spielt bei Fortuna Düsseldorf keine Rolle mehr

Håvard Nielsen war 2017 mit viel Hoffnung zu Fortuna Düsseldorf gekommen, wirklich durchsetzen konnte er sich aber nicht. Im Winter wurde er an den MSV Duisburg ausgeliehen. Nun möchten die Düsseldorfer den Norweger abgeben.

Das hatte sich Håvard Nielsen in Düsseldorf ganz anders vorgestellt. Als der Norweger vor zwei Jahren vom SC Freiburg zur Fortuna wechselte, träumte er von einer verheißungsvollen Zukunft in der Fußball-Bundesliga. Seiner Mannschaft gelang zwar der Aufstieg ins Oberhaus, doch der Norweger hatte sportlich keine Anteile an dem Höhenflug der Rot-Weißen. Denn im Winter wurde Nielsen an den MSV Duisburg ausgeliehen, für den er in der Zweiten Liga 16 Spiele absolvierte und vier Treffer erzielte. Nun sucht der 25-Jährige eine neue sportliche Heimat. Lutz Pfannenstiel macht kein Geheimnis daraus, dass er nicht mit ihm plant. „Die Zeichen stehen auf Abschied“, sagt der Sportliche Leiter von Fortuna Düsseldorf.

Nielsen war im Sommer 2017 aus Freiburg an den Rhein gekommen. In 23 Zweitliga-Spielen hatte er im Breisgau drei Tore vorbereitet. Ein eigener Treffer gelang ihm nicht. Fortuna holte den Skandinavier dann, um Rouwen Hennings zu entlasten, der in der Spielzeit 2016/17 die Last des Toreschießens fast alleine stemmen musste. Doch der Verein hatte kein Glück mit dem schnellen Angreifer.

Der sympathische Mann aus Oslo kam in der Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel nie zum Zuge, stand ganz klar im Schatten von Dodi Lukebakio, Benito Raman und Hennings und stand in der Hinrunde der Saison 2018/19 keine einzige Sekunde für die Fortuna auf dem Platz. Nielsen gehörte nur acht Mal zum 18er-Aufgebot der Düsseldorfer und wartete vergeblich auf eine Einsatzchance. Beim MSV bekam er seine Einsatzzeiten. Trainer Torsten Lieberknecht hatte sich an seinen ehemaligen Schützling erinnert, der unter ihm bei Eintracht Braunschweig seine beste Zeit erlebt hatte. Von Januar 2014 bis Sommer 2015 hatte Nielsen bei der Eintracht in Liga eins und zwei insgesamt 48 Partien absolviert und zwölf Treffer erzielt – eine gute Quote. In Duisburg wurde Nielsen auf Anhieb Stammspieler. Den Abstieg der Zebras in die Dritte Liga konnte er aber nicht verhindern.

Håvard Nielsen (Dritter von links) kam bei Fortuna nicht über die Rolle als Ersatzspieler hinaus. Er spielte 2018/19 keine einzige Minute. Foto: Falk Janning

Nach dem Ende der sechsmonatigen Leihe gehört er nun wieder zum Kader der Fortuna, da sein Vertrag noch bis Juni des nächsten Jahres läuft. Eine Zukunft in Düsseldorf hat der Norweger aber nicht. Ausleihen können die Düsselorfer ihn nicht noch einmal. Es sei denn, sie würden den Kontrakt noch einmal vorzeitig verlängern. In der Bundesliga war Nielsen nicht mehr als Statist. Für Pfannenstiel ist der Norweger aber ein erstklassiger Spieler fürs Fußball-Unterhaus. „Er wird in der Zweiten Liga eine gute Rolle spielen können“, sagt der Sportliche Leiter. „Håvard ist ein toller Mensch, ein Musterprofi. Er hat sich bei uns immer absolut professionell verhalten“, sagt er.

Während der Sommerpause hat sich Nielsen in seinem Heimatland fit gehalten. Das zumindest zeigen die Bilder, die er in den vergangenen Tagen über die sozialen Medien veröffentlichte. Bereit für einen neuen Verein ist der 25-Jährige also, einen neuen Arbeitgeber hat er bislang aber noch nicht gefunden.

Mehr von RP ONLINE